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Funkelnder Wortwitz bei der Prunksitzung der Töginger Kasamandl Verbale Pfeile in Richtung der Dietfurter Diplomaten

"Biberspielplatz schneller fertig als Berliner Flughafen"

Töging
erstellt am 12.02.2018 um 17:39 Uhr
aktualisiert am 16.02.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Töging (rfs) Hintersinnige, humorvolle und schauspielerisch gekonnte Auftritte haben die 23. Kasamandlsitzung der Töginger Männer bestimmt. Mit Applaus begrüßten die Kasamandl ihren Präsidenten "Bob" Wolfgang Weigl, den Ehrenpräsidenten Konrad Leidl sowie Fahnenjunker Tobias Leidl.
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Töging: "Biberspielplatz schneller fertig als Berliner Flughafen"
Foto: Franz Stephan
Töging

Mit dem Töginger Schlachtruf Kasa-Wau wurden die Präsidenten sowie Zeremonienmeister Horst Semmler bereits zu Beginn gebührend gefeiert.

Kasaral Wolfgang Ibel eröffnete die Prunksitzung. Er erinnerte in lustigen Worten an das, was die "Dechinger" im vergangen Jahr alles getrieben haben. Die Stoffsammlung für den Kasamandlabend gestaltete sich sehr schwierig, nachdem Stadtvorarbeiter und Altkasaral Georg Paulus hatte absagen müssen. Der Kasaral gab für den Abend das Motto aus: "Gredt, gsunga und glacht soll werden die ganze Nacht." Als Chefs bezeichnete er alle, die etwas zu sagen hätten - oder sich zumindest überall einmischen würden. Von derlei Wichtigmachern gebe es auch in Töging genug. Immer wieder waren aus der Begrüßungsrede verbale Pfeile auf die Dietfurter Diplomaten herauszuhören.

Präsident Wolfgang Weigl lobte die Töginger Faschingsfreunde für die großartige Organisation des farbenfrohen Faschingszuges. Eine Würdigung erhielten der Weckruf und die Geselligkeitsvereine, die für die Bewirtung am Faschingssonntag sorgen. Der Präsident stellte seine "Grundsatzrede" unter das Motto; "Ja wos hom mir den für a Welt" und er gab selbst die Antworten. Die Kaminkehrer in Mühlbach hätten "rechte schwarze Flecken", der Biberspielplatz sei schneller fertig geworden als der Berliner Flughafen, der Stuttgarter Bahnhof werde sicher auch bald vollendet und wenn die "Roten" nur wollten, dann bekämen wir doch noch eine Regierung in Berlin.

Wolfgang Weigl berichtete zudem, dass der Weiß Sepp heute fehle, weil er 60 werde und der Maler Schön schon noch einen Eimer weißer Farbe finden werde, um ein paar Striche auf die Kanalbrücke zu malen. Der Präsident lobte die 150- Jahr-Feier der Kirche als eine hervorragende Werbung für Töging. Horst Semmler nahm in seiner Büttenrede die Brüssler Bürokratie aufs Korn. Er befürchtete, dass unsere "Nahrungsgrundlage" in Gefahr sei, denn der "Obazde" wurde in seiner Zusammensetzung genau festgelegt. "Nein, das lassen wir uns nicht gefallen, den machen wir so, wie er uns schmeckt."

Robert Müller trat als Petrus in Erscheinung und hatte einige Töginger an die Himmelspforte vorgeladen, um mit ihnen ins Gericht zu gehen. Alle wurden ins Fegefeuer verwiesen. Denn der Petrus hatte eine gute "WhatsApp"-Verbindung zum "Scharifankerl", der holte die Sünder gleich persönlich ab. Aus dem richtigen Leben berichtete dagegen Tobias Leidl, der einen Einkauf mit seiner besseren Hälfte und den Kindern schilderte.

Wolfgang Weigl und Wolfgang Ibel nahmen sich in einem gekonnten Sketch einige kommunalpolitische Spitzfindigkeiten vor, unter anderem das teure Müllhaus beim Kindergarten, die Nutzung des Schlosses für die Vereine und auch die Dietfurter Diplomaten, die den Bachlauf vor dem Rathaus in einen gelben Fluss verwandelt hätten.

Zwischen den Beiträgen wurde eifrig gesungen. Die Vorsänger Markus, Daniel, Thomas und Hans hatten viele Stimmungslieder vorbereitet.

Von Franz Stephan
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