Montag, 12. November 2018
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55000 Euro für den Erhalt erforderlich- Marktrat Breitenbrunn will im Dezember über Zuschuss entscheiden

Sportplätze sind dem SV lieb und teuer

Breitenbrunn
erstellt am 06.11.2018 um 18:15 Uhr
aktualisiert am 10.11.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Breitenbrunn (swp) Vertreter des örtlichen Sportvereins haben in der Sitzung des Breitenbrunner Marktrats am Montagabend ein rund 55000 Euro schweres Investitionsprogramm zum Unterhalt der Sportplätze vorgestellt. Im Dezember wird das Gremium über einen etwaigen Zuschuss beraten.
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Die Ballfangzäune am Sportplatz in Kemnathen sind marode und müssen erneuert werden.
Die Ballfangzäune am Sportplatz in Kemnathen sind marode und müssen erneuert werden.
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Breitenbrunn
Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Martin Kobl und Willi Ferstl als Leiter der Fußballabteilung präsentierten den Markträten mehrere Punkte, die den größten Verein in der Gemeinde finanziell belasten werden. Ferstl erklärte zunächst, dass auf den Sportplätzen A und B in Breitenbrunn sowie auf den Fußballplätzen in Kemnathen und Dürn derzeit mehr als 80 Erwachsene und rund 160 Jugendliche in insgesamt 13 Mannschaften regelmäßig die Fußballstiefel schnüren.

Etwa 180 Fußballspiele pro Jahr, ein großes Jugendturnier und gut 600 Trainingseinheiten finden auf den Plätzen statt. 25 Betreuer und Trainer kümmern sich um die Mannschaften. "Es ist für uns eine große Aufgabe, den Fußballern mit intakten Sportanlagen gute Voraussetzungen zu bieten", so Kobl.

Laut Ferstl müssten auf dem B-Sportplatz in Breitenbrunn und auf dem Fußballplatz in Kemnathen unbedingt die Ballfangnetze erneuert werden, was mit etwa 10000 Euro zu Buche schlage. Die kostenintensive Flutlichtanlage auf dem B-Sportplatz erfülle ihre Aufgabe nicht mehr zuverlässig. Sie soll durch eine stromsparende Flutlichtanlage mit LED ersetzt werden, da stünden Investitionen von etwa 15000 Euro im Raum.

Probleme gibt es laut Ferstl auch bei der Pflege des Rasens. So sei der alte Rasenmäher-Traktor am Ende seiner Lebenszeit angekommen, außerdem würden sich kaum noch Helfer finden, welche die Plätze mähen. "Derzeit hängt alles an drei Personen", so Ferstl. Ideal wäre daher, so der Fußballabteilungsleiter, der Kauf von zwei Mäh-Robotern im Gesamtwert von rund 23000 Euro. Für den Fußballplatz in Kemnathen sei ferner an die Anschaffung eines Mulch-Traktors gedacht, was Kosten von etwa 6000 Euro verursachen würde. "Es ist keine Frage, dass wir den Sportverein auch in Zukunft unterstützen", sagte Bürgermeister Johann Lanzhammer (FW). Da es sich beim A-Platz auch um die Schulsportanlage handele, werde der Hausmeister der Schule künftig dort - und auch auf dem B-Platz - zwei Mal im Jahr das Mähgut absaugen. Einen Mäh-Roboter für den Hauptsportplatz werde die Gemeinde nicht kaufen, meinte Lanzhammer. Einen Zuschuss zu den Investitionen stellte er aber in Aussicht. Letztendlich verblieb man so, dass der Sportverein zur Dezember-Sitzung einen Zuschussantrag mit konkreten Zahlen einreicht. Dann wird das Gremium über eine Kostenbeteiligung entscheiden.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Vergabe weiterer Gewerke für den Umbau und die Erweiterung der Kindertagesstätte St. Marien. Nachdem der Bürgermeister in Nachverhandlungen jeweils einen zusätzlichen Abschlag von zwei Prozent erreichen konnte, wurden die Aufträge für die Möblierung (Garderobe, Waschräume, diverse Schränke), der Auftrag für die Gruppenmöbel (drei Gruppen) sowie der Auftrag für die Lieferung und den Einbau von einer komplett ausgestatteten Küche für die Essensausgabe, für drei komplett eingerichtete Küchenzeilen in den Gruppenräumen sowie für die ebenfalls mit allen Geräten ausgestattete Personalküche an die Firma Werthammer aus Neumarkt vergeben. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 135000 Euro. Vergeben wurden außerdem für rund 35000 Euro, abzüglich zwei Prozent Skonto, die Schlosserarbeiten - und zwar an die Firma Metallbau Gießer aus Lauterhofen. Lanzhammer sagte, dass man bei der gesamten, mehr als zwei Millionen teuren Baumaßnahme, derzeit aufgrund der Angebotssituation eine Kostenmehrung von knapp unter zehn Prozent zu verzeichnen habe. "Wenn es bis zur Fertigstellung dabei bleibt, dann wäre das in Ordnung", so der Rathauschef, der Wert auf die Feststellung legte: "Wir leisten uns keine Einrichtungsgegenstände, die Luxus wären."
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