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Sonnenschutz und Sprungschanze

Dietfurt
erstellt am 15.05.2018 um 17:26 Uhr
aktualisiert am 18.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Dietfurt (uke) Einstimmig hat der Stadtrat Dietfurt die Aufhebung der Satzung für das Gebiet "Am Lehnlach" beschlossen.
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Die Satzung stammt aus dem Jahr 1978. Weil das Gelände weitgehend bebaut ist, war sie aus Sicht des Stadtrats nicht mehr erforderlich. Die öffentliche Auslegung und Beteiligung der Träger öffentlicher Belange vor der Behandlung im Stadtrat hatte nur einen Einwand ergeben, den der Ortsgruppe vom Bund Naturschutz. Für eine vollständige Einschätzung seien "die Unterlagen sehr knapp", heißt es in der Begründung, die Bürgermeisterin Carolin Braun auf Wunsch des Gremiums vorlas.

Die Naturschützer hatten schriftlich darauf hingewiesen, dass das Gebiet Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen sei. Sie befürchteten eine Bebauung der Restfläche. "Hier geht es nur um die Aufhebung der Satzung, nicht um neue Bebauungspläne", stellte Braun klar. Dass die Aufhebung der erste Schritt in diese Richtung sein könnte, wollte sie nicht ausschließen, aber vorerst sei das kein Thema.

Weil nur ein Bauantrag eingegangen war, entfiel in der vergangenen Woche die Sitzung des Bauausschusses. Besagter Antrag für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Mallerstetten wurde nun vom Stadtrat einstimmig genehmigt.

Unter Verschiedenes wies Ilse Werner erneut auf den ihrer Meinung nach unzureichenden Sonnenschutz im Freibad hin. Ein Segel könnte für sie die Lösung sein, auch um das Sonnendeck in leider sehr windexponierten Lage zu beschatten. Braun wies darauf hin, dass der Wind bereits einige Schirme binnen kürzester Zeit kaputt gemacht habe. Auch der Architekt habe von Anfang an die Meinung vertreten, dass ein dauerhafter Sonnenschutz hier nicht möglich sei. Sie wollte sich einem neuerlichen Vorschlag von Werner nicht verschließen, die eine Adresse für einen angeblich widerstandsfähigeren Sonnenschutz ausgemacht hatte und sicherte ihr einen Ortstermin zu.

Martin Schmid (CWU) erkundigte sich nach dem Sachstand beim Hochwasserschutz. Voraussichtlich im Juli gebe es neue Informationen vom Wasserwirtschaftsamt für den Stadtrat, wusste Braun, das Thema werde dann in der Septembersitzung im Stadtrat öffentlich behandelt.

Johann Gietl (FW) wies darauf hin, dass die Laber am Walk, wo der Fremdenverkehrsverein im vergangenen Jahr eine Sitzgarnitur in idyllischer Lage aufgestellt hat, ziemlich verschlammt ist. Außerdem war ihm eine Sprungschanze in Eigenbau hinter der Dietfurter Kläranlage aufgefallen, die Unbekannte - wofür auch immer - dort ohne Erlaubnis und noch dazu völlig ungesichert aufgestellt haben.

Gefährlich werden könnte auch ein Spalt in der Erde beim Kinderspielplatz in Hainsberg, wie Martha Thumann (FW) mitteilte. Er sei während der Bauarbeiten für die Toilettenanlage entdeckt worden. Und Christian Linz (CSU) erkundige sich zu guter Letzt nach dem Sachstand bei der Suche nach einem Holzlagerplatz in Dietfurt. Hier sei man noch zu keinem Ergebnis gekommen, so Braun, der Stadt stehe keine geeignete Fläche zur Verfügung, man müsse eventuell eine anmieten.
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