Samstag, 15. Dezember 2018
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Gesamtkosten betragen knapp fünf Millionen Euro

Realschul-Sanierung läuft auf Hochtouren

Beilngries
erstellt am 02.08.2018 um 15:45 Uhr
aktualisiert am 06.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Beilngries (rgf) Die Schüler sind in den Ferien, in der Beilngrieser Altmühltal-Realschule haben jetzt die Baufirmen das Sagen. Sanierung und Umbau des Schulgebäudes laufen auf Hochtouren. Knapp fünf Millionen Euro werden investiert, bis Pfingsten 2019 will man fertig sein. Zum Schuljahresanfang werden einige Klassen auf Container neben dem Schulhaus ausweichen müssen.
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Als Großbaustelle präsentiert sich derzeit die Beilngrieser Altmühltal-Realschule.
Als Großbaustelle präsentiert sich derzeit die Beilngrieser Altmühltal-Realschule.
Foto: F. Rieger
Beilngries
Überall wird gehämmert, gebohrt und gewerkelt. In der Beilngrieser Realschule ist von Ferien und Urlaubszeit nichts zu spüren. Hier herrscht Hochbetrieb. Man will die Ferien nutzen, um die große Sanierung voranzutreiben. Zu tun gibt es jede Menge, wie Manfred Christl, Leiter der Hochbauverwaltung am Landratsamt, Architekt Anton Rudolph für die Architektengemeinschaft Herle + Herrle/Rudolph, Schulleiter Harald Schuster und Hausmeister Anton Ambros bei einem Baustellenbesuch mit unserer Zeitung berichten.

Vor einem Jahr gingen bereits die ersten Arbeiten über die Bühne. Mit dem Schuljahresbeginn kehrte dann noch einmal Ruhe ein, ehe im Frühjahr dieses Jahres der tatsächliche Startschuss für die Sanierung fiel (wir berichteten). Unter anderem soll der Altbau, der knapp 50 Jahre auf dem Buckel hat, deutlich heller gestaltet werden. Auch aus energetischer Sicht gibt es einiges zu tun. Und der Verwaltung soll mehr Platz eingeräumt werden. Die Gesamtaufgabe sei durchaus herausfordernd, wie Rudolph erläutert. Rund 30 Arbeiter sind täglich vor Ort, viele Rädchen müssen ineinandergreifen. Ausschreibungen für Projekte der öffentlichen Hand sind derzeit alles andere als einfach. Die Auftragsbücher der Firmen sind voll, die Bewerberlisten oft überschaubar, und so hat man diesmal auch Firmen auf der Baustelle, die hunderte Kilometer entfernt ihren Sitz haben. Das sei nicht immer leicht zu koordinieren, erläutern Rudolph und Christl. Im Großen und Ganzen könne man mit den Firmen und dem Baufortschritt aber zufrieden sein.
Einen Blick in die Pläne werfen Anton Rudolph (v. l.), Harald Schuster, Manfred Christl und Anton Ambros.
Einen Blick in die Pläne werfen Anton Rudolph (v. l.), Harald Schuster, Manfred Christl und Anton Ambros.
Foto: F. Rieger
Beilngries



In den vergangenen Monaten habe man gemeinsam die Aufgabe gemeistert, die Belastungen durch die Baustelle im laufenden Schulbetrieb zu meistern, berichtet der Schulleiter. "Jetzt hoffen wir, dass in den Ferien ganz, ganz viel vorangeht", stellt er außerdem fest. Und zum neuen Schuljahr werden neben der Bildungsstätte einige Container aufgestellt, um die Situation zu entzerren. Sowohl aus Sicherheitsgründen als auch vor dem Hintergrund, dass die Schüler in Ruhe lernen und ihre Schulaufgaben schreiben sollen, sei dieser Schritt wichtig, betont Rudolph. Die Container sind für ein Schuljahr gemietet, teilt Christl mit.

Der Zeitplan für die Arbeiten, die aus logistischen Gründen in mehrere Abschnitte unterteilt sind, sieht vor, dass man heuer noch sehr weit kommen will. Bis Ostern möchte man dann einen Großteil der Restarbeiten über die Bühne bringen und zu Pfingsten will man komplett fertig sein. Darauf freuen sich alle Beteiligten. "Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, hat es sich auch gelohnt", betont Rudolph. Schuster und seine Schulfamilie freuen sich auf eine "schöne, hell, modern gestaltete Schule", wie der Rektor berichtet. Die Schüler seien in die Planungen mit einbezogen worden, sodass tatsächlich alle mit Freude und Spannung dem Ergebnis der Arbeiten entgegenblicken dürften. Vor allem werde das Schulhaus durch den Umbau künftig klarer strukturiert und funktioneller sein, beispielsweise mit getrennten Bereichen für Klassen- und Fachräume, erläutert Schuster. Man werde auf jeden Fall für die aktuellen Strapazen belohnt, so seine Überzeugung.

Hinsichtlich der veranschlagten Kosten gebe es bislang keine bösen Überraschungen, teilt derweil der Leiter der Hochbauverwaltung des Landratsamtes mit. Man kalkuliere nach wie vor mit den bereits mehrfach beschriebenen Gesamtkosten in Höhe von 4,9 Millionen Euro. Zwei Millionen Euro können über einen Zuschuss der Regierung von Oberbayern gedeckt werden. Dass sich diese Investition in die Beilngrieser Realschule allemal lohnen dürfte, zeigen die Schülerzahlen. Die werden ab September noch einmal deutlich höher liegen als im zurückliegenden Schuljahr, wie Schuster berichtet - und zwar bei rund 560 statt bislang 525.
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