Donnerstag, 15. November 2018
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Martiniritt findet am Sonntag zum 25. Mal statt

Prozession der Pferde

Lengenfeld
erstellt am 07.11.2018 um 17:52 Uhr
aktualisiert am 10.11.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Lengenfeld (swp) Am Wochenende vereinigen sich in Lengenfeld in der Gemeinde Velburg Tradition, Moderne und Glaube.
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Gefeiert wird das Patrozinium der Pfarrkirche St. Martin. Im Mittelpunkt der Festtage steht der 25. Martiniritt mit Pferdesegnung bei der Martins-Kapelle. Zum Jubiläum wird Diözesanbischof Gregor Maria Hanke aus Eichstätt erwartet.

Die Kirchweih beginnt am Samstag um 14 Uhr, wenn der Katholische Burschen- und Mädchenverein in der Dorfmitte den Kirchweihbaum aufstellt. Ab 19 Uhr ist zünftige Wirtshaus-Kirwa im Vereinsheim mit Barbetrieb im beheizten Zelt und DJ Dero. Der Sonntag beginnt um 9.30 Uhr mit dem Gottesdienst und anschließender Prozession zur Martini-Kapelle. Um 14.15 Uhr setzt sich dann der Martini-Ritt in Bewegung. Wann genau der erste Ritt stattfand, steht nicht fest, aber er geht sicher bis vor das Jahr 1900 zurück. 1937 wurde der Ritt von den Nationalsozialisten verboten. Von 1947 bis 1956 fand er wieder statt, 1994 lebte die Tradition endgültig wieder auf.

Heuer findet die von der Pfarrei veranstaltete Pferdeprozession, die Jahr für Jahr viele Besucher aus der Region in den Ort lockt, zum 25. Mal statt. Gegen 13 Uhr sammeln sich die Reiter am Parkplatz vom Winkler-Bräu. Weit mehr als 60 Reiter wurden eingeladen. Große Freude herrscht über die Teilnahme von Bischof Gregor Maria Hanke. Viele erinnern sich noch daran, dass der Oberhirte der Diözese Eichstätt bereits vor fünf Jahren dabei war. Um 14.15 Uhr beginnt der Ritt. Angeführt wird der Zug der Reiter von der Blaskapelle aus Seubersdorf und einer Reitergruppe auf mächtigen Pferden, die das Kreuz voranträgt. Bei der Kapelle ist eine Andacht mit Bischof Gregor Maria, Pfarrer Jan Lamparski, Dekan Elmar Spöttle, Stadtpfarrer Martin Becker und Kaplan Thomas Sanikommula. Danach findet die Pferdesegnung statt. Zum Brauchtum gehört es, dass die Pferde geweihtes Brot und Salz bekommen. Zum krönenden Abschluss erteilen die Geistlichen in der Ortsmitte der Reiterschar mit der Martins-Reliquie den Segen.

Zur Kirchweih haben die Frauen des Dorfes unzählige Küchel und viele Bleche Zwetschgenkuchen gebacken. Die Geschäfte haben geöffnet. In den Wirtsstuben werden die Gäste mit herzhaften Kirchweihschmankerln verwöhnt.
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