Montag, 19. November 2018
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Rund 23000 Gäste strömen ins Beilngrieser Freibad - Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es 19000

Hitzesommer lockt Besucherscharen an

Beilngries
erstellt am 14.09.2018 um 11:45 Uhr
aktualisiert am 19.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Beilngries (rgf) Landauf, landab ist derzeit von Rekordbesucherzahlen in den Freibädern zu lesen. Auch in Beilngries haben sich die Schwimmer und Badefreunde nicht lumpen lassen. Rund 23000 Besucher verbuchte man in dieser Saison im Freibad an der Altmühl. Damit kam man nah heran an den "Rekordsommer" 2015. Damals waren sogar rund 25000 Gäste ins Freibad geströmt, wie im DK-Archiv nachzulesen ist. Die aktuelle Saison endet nun am Sonntag.
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So sah der Sommer 2018 aus: Angesichts der monatelangen Hitze herrschte im Beilngrieser Freibad Hochbetrieb, rund 23000 Besucher kamen in die Freizeiteinrichtung an der Altmühl.
So sah der Sommer 2018 aus: Angesichts der monatelangen Hitze herrschte im Beilngrieser Freibad Hochbetrieb, rund 23000 Besucher kamen in die Freizeiteinrichtung an der Altmühl.
Nusko (Archiv)
Beilngries
In den vergangenen Tagen waren es eher die Hartgesottenen, die einen Sprung ins Becken wagten. "Etwa 50 Besucher hatten wir noch pro Tag", sagt Bademeister Wolfgang Braun. Auch wenn die Sonne phasenweise noch einmal richtig heiß vom Himmel brannte, war doch zu spüren, dass sich die Badestimmung in der Großgemeinde mehr und mehr in die Winterpause verabschiedet. Und so wird nun an diesem Wochenende (jeweils von 9 bis 17 Uhr) letztmals in der Saison 2018 das Tor zum Freibad aufgesperrt. Danach stehen für Braun und seinen Kollegen Jakob Sernau noch einige Arbeiten an, um das Bad winterfest zu machen. Das Becken absenken, die Leitungen leermachen, Hecken schneiden - all das gehört zum Alltag der Fachkräfte im Bad, wenn eine Saison zu Ende geht. Wer noch Sachen in einem Spind hat, kann diese bis Mitte nächster Woche abholen. Anschließend würde ein nicht geleerter Spind aufgebrochen, so Braun.

Seine Bilanz zur zurückliegenden Saison fällt sehr positiv aus. Im Beilngrieser Freibad gilt jedes Jahr die Faustregel: Wenn die 20000-Besucher-Marke geknackt wird, war es ein guter Sommer. Das ist heuer recht deutlich gelungen. 20500 Besucher hat man am Kassenautomat registriert, wie Braun berichtet. Wenn man dann noch die Kinder unter sechs Jahren dazuzählt, die kostenfrei ins Freibad dürfen und somit auch nicht an der Kasse registriert werden, kommt man auf rund 23000 Besucher, rechnet der Experte vor. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es rund 19000 Gäste, im Jahr 2016 konnte ein grandioser Spätsommer die verregnete Bilanz mit gut 17000 Besucher auch nicht mehr retten und im Jahr 2014 waren es ebenfalls nur 17000 Badegäste. Ein absolut positiver Ausreißer war der Hitzesommer 2015, da strömten sogar mehr als 25000 Besucher ins Beilngrieser Freibad. Einen Rekord konnte man daher heuer nicht verbuchen, aber der gerade zu Ende gehende Sommer reiht sich zumindest ganz vorne ein im Ranking der besten Freibadjahre in der Altmühlstadt.

Das ist aber nicht der einzige Grund, weshalb Braun zufrieden auf die vergangenen Monate zurückblickt. Erfreulicherweise sei es auch zu keinen schweren Unfällen, Erkrankungen oder anderen unschönen Vorfällen gekommen. Braun fasst zusammen: "Ein ruhiger Sommer mit angenehmen Badegästen."

Letztere müssen im Übrigen auch in den Herbst-, Winter- und Frühjahrsmonaten nicht auf den Sprung ins Wasser verzichten. Im Beilngrieser Hallenbad gibt es zwar keinen Sonnenschein, der Wassertemperatur kann das aber freilich nichts anhaben. Ab der kommenden Woche herrscht im Hallenbad Regelbetrieb zu den bekannten Zeiten. Am Montag ist für Schulklassen und Vereine reserviert, ab Dienstag kann die Öffentlichkeit ins Bad.

Das Freibad hat hingegen für ein gutes halbes Jahr Ruhepause. In der Regel wird rund um den Vatertag, also Anfang bis Mitte Mai, wieder geöffnet. Wenn der Sommer 2019 dann einen ähnlichen Verlauf nimmt wie der zu Ende gehende, hätte im Beilngrieser Freibad sicher niemand etwas dagegen.
 

SANIERUNG STEHT INS HAUS

Noch nicht im kommenden Sommer, aber wohl doch auf absehbare Zeit muss die Stadt Beilngries in ihrem Freibad eine größere Investition tätigen. Wie bereits mehrfach im Stadtrat erläutert wurde, kann eine Sanierung der Technik nicht mehr ewig hinausgezögert werden.

Das dürfte nicht ganz billig werden. Ende August wurde im Stadtrat erstmals ein konkreter Betrag in den Raum gestellt, was eine solche Sanierung kosten könnte: 3,8 Millionen Euro. Um dies finanzieren zu können, hat man sich um die Aufnahme in ein Förderprogramm des Bundes unter dem Titel "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Kultur und Jugend" beworben. Sollte man in diesem Programm zum Zuge kommen, müsste die Sanierung bis 2022 über die Bühne gehen. Konkrete Pläne zur Ausführungsart gebe es aber noch nicht, wie Bürgermeister Alexander Anetsberger jüngst erläuterte. Dazu wolle er erst ein Meinungsbild der treuen Badegäste einholen.
 
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