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Weitere 1,5 Millionen Euro für die Klostersanierung in Plankstetten

Finanzspritze des Bundes

Plankstetten
erstellt am 08.11.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Plankstetten (DK) "Die Benediktiner-Abtei Plankstetten übt eine herausgehobene Wirkung weit über Bayern hinaus aus", betont Bundestagsabgeordneter Alois Karl (CSU) in einer Pressemitteilung, die gestern am späten Nachmittag verschickt wurde.
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Darin wird mitgeteilt, dass sich der Bund mit weiteren 1,5 Millionen Euro - verteilt auf zwei Jahre - an der Sanierung des Klosters Plankstetten beteiligt.

Fünf Millionen Euro hat der Bund bereits zur Generalsanierung des Klosters beigesteuert. Alois Karl ist überzeugt, dass die hohen Ausgaben gerechtfertigt sind, "weil so ein kulturhistorischer Schatz für künftige Generationen erhalten wird". Und ein Großteil der dafür nötigen Mittel fließe in Handwerksbetriebe der Region.

Die jetzt zur Verfügung gestellten 1,5 Millionen Euro sollen für die Sanierung des Ensembles verwendet werden und die noch vorhandene Finanzierungslücke schließen. Diese gute Nachricht überbrachte Karl jetzt dem Plankstettener Abt Beda Sonnenberg. Der hatte sich erneut an den Abgeordneten gewandt, weil unerwartete Probleme aufgetaucht sind, die beim aktuellen Bauabschnitt Mehrkosten von 4,65 Millionen Euro verursachen. Bei einem gemeinsamen Besuch mit der Bundestagsabgeordneten Patricia Lips in der Benediktiner-Abtei wurde die Bitte vorgetragen. Lips ist Berichterstatterin für Kultur und Medien und so auch zuständig für die Bezuschussung derartiger Projekte.

Schuld an der Misere ist die inzwischen abgerissene Turnhalle, die in den 1960er Jahren unvorsichtig in den Hang hinein gebaut worden war, wie es in der Pressemitteilung heißt. Dadurch sei der Hang destabilisiert worden. Jeden Tag rutscht er einen Millimeter in Richtung des Klosters. Das erfordert zusätzliche Sicherungsmaßnahmen. Die boomende Baukonjunktur und die damit einhergehenden steigenden Preise würden das Ihre dazu tun, dass die Kosten steigen.

Vor 20 Jahren haben die Mönche damit begonnen, die denkmalgeschützte Klosteranlage zu sichern und für zeitgemäße Anforderungen fit zu machen. Nach zwei erfolgreich abgeschlossenen Bauabschnitten, die das ehemalige Brauhaus und das Wirtschaftsgebäude sowie den Konvent-Trakt betrafen, sollen nun der West- und Nordflügel des Gästehauses sowie das Abt- Maurus-Haus saniert werden. In diesem Bauabschnitt wird im Erdgeschoss ein Technikgeschoss angebaut, das durch seine Betonausführung Teil der Hangsicherung ist. Damit werden die bisher durchfeuchteten hangseitigen Außenmauern zu trockenen Innenwänden. "So würde die historische und denkmalgeschützte Bausubstanz geschont und könne künftig höherwertig genutzt werden", heißt es in der Mitteilung. Dieses Konzept werde vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege befürwortet.

Patricia Lips und er haben sich gerne und mit Überzeugung für eine Unterstützung durch den Bund eingesetzt, wie Karl in der Pressemitteilung betont. Schließlich sei bei einem historischen Gebäude immer mit solchen negativen Überraschungen zu rechnen. Und auch die Baupreisentwicklung könne man schlecht dem Kloster anlasten. Um das bedeutende Gebäude dauerhaft zu erhalten, sei das Geld gut angelegt.
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