Samstag, 15. Dezember 2018
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Pater Christoph Heinzmann feiert seine Silberprofess - Spuren in Paulushofen und Kirchbuch hinterlassen

Ein Festtag mit "lauter lieben Leuten"

Plankstetten
erstellt am 09.10.2018 um 18:39 Uhr
aktualisiert am 13.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Plankstetten/Paulushofen (pa) Unter dem Leitsatz "Meine Stärke und mein Lied ist der Herr" aus dem Psalm 118,14 hat Pater Christoph Heinzmann im Kloster Plankstetten mit großer Dankbarkeit und Freude seine Silberprofess gefeiert. Der Geistliche stellte das Jubiläum unter den Schutz der Rosenkranzkönigin und der heiligen Erzengel. Da Pater Christoph sieben Jahre lang die Pfarreien Paulushofen und Kirchbuch betreute, nahmen auch Abordnungen aus den beiden Pfarrgemeinden am Professjubiläum teil.
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Sein Gelübde erneuert hat Pater Christoph Heinzmann in der Klosterkirche Plankstetten.
Sein Gelübde erneuert hat Pater Christoph Heinzmann in der Klosterkirche Plankstetten.
Patzelt
Plankstetten
"Ihr Heerführer Gottes, Diener der göttlichen Herrlichkeit, der Engel Fürsten und der Menschen Weggeleiter, erbittet, was gut für uns, und das große Erbarmen: Denn ihr seid mächtig unter den Himmlischen." Mit diesem ostkirchlichen Kondaktion hatte Pater Christoph Heinzmann zu seinem großen Freudentag ins Kloster Plankstetten eingeladen. Der Tag der feierlichen Professerneuerung begann bei Kaffee und Kuchen im Gästehaus. Mit "außerordentlich großer Freude" begrüßte Pater Christoph seine geladenen Gäste. Aus Paulushofen und Kirchbuch war eine stattliche Anzahl an Vertretern beider Pfarreien nach Plankstetten gekommen, um persönliche Glückwünsche und die Segenswünsche der Pfarrangehörigen zu übermitteln. Die überreichten finanziellen Zuwendungen will der Ordensgeistliche für Anschaffungen zur Feier der göttlichen Liturgie verwenden.

Pater Christoph freute sich darüber, dass "lauter liebe Leute" seiner Einladung gefolgt waren. Eine kleine Überraschung hatte Franz Nagler von der Beilngrieser Realschule für den Jubilar parat. Mit einem feuerroten Luftballon erinnerte der Pädagoge den Geistlichen daran, dass er bei einem Abschlussgottesdienst der zehnten Klassen "mit reichlich Mühe und einem knallroten Kopf" Ballons aufgeblasen habe. "Seit dieser Begegnung sind das Vertrauen und die Freundschaft unter uns merklich gewachsen", betonte Nagler. Anschließend sang er für Pater Christoph "We Are Each Other's Angels" und begleitete sich dabei selbst auf der Gitarre.

Musikalische Segenswünsche gaben auch einige Mitglieder des Blanka-Chors aus Plankstetten dem Geistlichen mit auf den Weg. Die Gesangsgruppe wird von Theresia Netter geleitet und besteht überwiegend aus Mitarbeitern des Klosters. Pater Christoph bezeichnete die Sängerinnen als "ein wahres Geschenk des Himmels". Er hatte den Chor bei der Eröffnung der Krippenausstellung entdeckt und möchte ihn für seine Gottesdienste aufbauen. Seitdem wird alle zwei Wochen in der Unterkirche fleißig geprobt.

Nach der weltlichen Feier ging es zur Pontifikalvesper in die Klosterkirche. Getreu der Benediktsregel 16,5 "Lasst uns also unserem Schöpfer den Lobpreis darbringen wegen seiner gerechten Entscheide" wurde in der zweiten Sonntags-Vesper im Jahreskreis Gott "vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang" gepriesen. Bevor Pater Christoph sein Gelübde mit dem Liebeslied der Benediktinermönche erneuerte und damit sein Leben nochmals Gott übergab, richtete der Abt des Klosters Plankstetten, Beda Maria Sonnenberg, ein paar Worte an die Besucher. Er betonte, dass das christliche Leben viele Formen von Bindungen kenne, die aber auch oft gelöst würden. "Wer sich dem Kampf des Lebens und dem Ringen mit dem Bösen stellt, entdeckt auch, wie sinnvoll das Leben sein kann", betonte der Abt.

Schon früh den Ruf Gottes gehört

Pater Christoph Heinzmann erblickte 1966 im mittelfränkischen Baiersdorf das Licht der Welt. Sein Geburtsort liegt im Landkreis Erlangen-Höchstadt und gehört zur Erzdiözese Bamberg. Der ausgebildete Stahlformenbauer trat 1992 in den Benediktinerorden ein. Die Suche nach einem geeigneten Kloster führte ihn zu den Missionsbenediktinern der Abtei Schweiklberg bei Vilshofen. Um die Gemeinschaft und das Klosterleben kennenzulernen, hatte er dort seit 1987 immer wieder freie Tage verbacht.

Am Theresianum in Bamberg bereitete er sich auf das Abitur vor, das er 1992 erwarb. Noch im selben Jahr begann er in Schweiklberg das Noviziat - die Ausbildung zum Mönch. Seine zeitliche Profess feierte Pater Christoph am 29. September 1993 und seine ewige Profess am 29. September 1996, beide in Schweiklberg. 1999 weihte der Passauer Bischof Franz-Xaver Eder Pater Christoph zum Priester. Ab März 2005 war er als Pastoralpraktikant in der Pfarrei Fünfstetten des Dekanats Wemding eingesetzt. Am 1. September 2005 wurde Pater Christoph Kaplan in Kirchbuch und Paulushofen. Die Pfarreien waren vakant geworden.

Die Professübertragung auf die Abtei Plankstetten erfolgte am 21. März 2012. Im selben Jahr übernahm Pater Martin Maria Berger aus der Benediktinerabtei Plankstetten die Pfarreien Kirchbuch und Paulushofen als Pfarradministrator. Pater Christoph Heinzmann wechselte als Seelsorger in die Pfarreien Pollanten und Weidenwang mit der Kuratie Erasbach. Im Zuge der Neuordnung der pastoralen Einheiten erfolgte Mitte Juli 2017 auch eine Neuregelung der Seelsorge im Berchinger Pfarrverband. Ab 1. September übernahm der Berchinger Geistliche Artur Wechsler zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben die Pfarreien Pollanten und Weidenwang sowie die Pfarrei Waldkirchen. Pater Sebastian Hildebrand war als Pfarrvikar für den gesamten Pfarrverband zuständig. So stand für Pater Christoph ein weiterer Wechsel an - er kehrte in das Plankstettener Kloster zurück.
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