Dienstag, 16. Oktober 2018
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Gut besuchter Familiengottesdienst in der Stadtpfarrkirche zum Erntedankfest

Den "Feinden" der Dankbarkeit trotzen

Beilngries
erstellt am 09.10.2018 um 18:38 Uhr
aktualisiert am 13.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Beilngries (dh) Die Pfarrei St. Walburga hat das Erntedankfest mit einem Familiengottesdienst gefeiert.
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Erde, Wasser, Sonnenlicht und Luft stellten die Kinder in einem Anspiel vor. Den prächtigen Erntedankaltar (rechts) in der Beilngrieser Pfarrkirche hatte Mesner Ivo Dropulja arrangiert.
Erde, Wasser, Sonnenlicht und Luft stellten die Kinder in einem Anspiel vor. Den prächtigen Erntedankaltar (rechts) in der Beilngrieser Pfarrkirche hatte Mesner Ivo Dropulja arrangiert.
Hieke
Beilngries
Dabei konnte man sich über eine volle Pfarrkirche freuen. Der Freiheitschor unter der Leitung von Michael Waldmüller hatte diesmal auf der linken Seite Aufstellung genommen; rechts war ein von Mesner Ivo Dropulja liebevoll arrangierter Erntedankaltar zu bestaunen.

In einem Anspiel stellten vier Kinder anhand von Symbolen die vier Elemente vor, ohne die Leben unmöglich wäre: Erde, Wasser, Sonnenlicht und Luft. Eindringliche Worte waren in den biblischen Texten des Tages zu hören. "Denk nicht bei dir: Ich habe mir diesen Reichtum aus eigener Kraft und mit eigener Hand erworben", hieß es im 5. Buch Mose. Und das Evangelium endete mit der Mahnung: "So geht es jedem, der nur Schätze für sich sammelt, aber vor Gott arm ist. " Kaplan Christof Schaum meinte zu Beginn seiner Predigt: "Das schwerste Wort heißt für viele nicht ,Popocatépetl', sondern ,Danke'. " Er nannte fünf "Feinde" der Dankbarkeit: Stolz (Man schreibt sich alles selber zu), Selbstverständlichkeit (Es sei wichtig, auch die kleinen Dinge des Alltags zu sehen), Gedankenlosigkeit ("Sind wir nicht oft zu sehr beschäftigt mit unseren Sorgen und Problemen? "), überzogenes Anspruchsdenken (Forderungen stehen im Vordergrund) und Verwöhnung (riesige Auswahl von allem). Als Tipp, wie man Danken lernen könne, empfahl Schaum die Anregungen des heiligen Ignatius von Loyola, jeden Abend den Tag mit liebender Aufmerksamkeit in den Blick zu nehmen und nicht nur nach Mängeln und Verfehlungen zu suchen. "Grüßen wir jeden neuen Tag dankbar als Geschenk der Liebe Gottes", ermunterte der Seelsorger, gab aber zu, dass das nicht in jeder Lebenslage einfach sei.

Zu den Fürbitten brachten Kinder Trauben, Wasser, Kerze, Bibel und Kreuz nach vorn und erklärten auch diese Symbole im Zusammenhang mit Erntedank.
Vor dem Schlusssegen segnete Kaplan Schaum den Erntedankaltar und sagte allen Dank, die zur Gestaltung des Gottesdienstes beigetragen hatten: dem Mesner, dem Freiheitschor, den Kindern sowie dem gesamten Familiengottesdienstteam. Gemeindereferentin Juliane Gerl ließ an alle Kinder Samentütchen austeilen.
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