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Bodendenkmäler beschäftigen auch die Lokalpolitiker

Beilngries
erstellt am 10.09.2018 um 18:17 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Beilngries/Wiesenhofen (rgf) Die mutmaßliche Zerstörung von Bodendenkmälern im Haunstetter Forst nahe Wiesenhofen hat auch die Mitglieder des Bauausschusses bei ihrer Sitzung am frühen Freitagabend beschäftigt.
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Wie unsere Zeitung berichtet hatte, war das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege nach einer Untersuchung an Ort und Stelle zu dem Schluss gekommen, dass die sogenannte Brunnstube (eine Zisterne mit Wasserleitung) sowie Grabhügel bei der Ausweitung der Abbaufläche des Steinbruchs bei Wiesenhofen unwiederbringlich zerstört worden waren. Die Betreiberfirma sprach in einer Stellungnahme hingegen davon, stets die vorgeschriebenen Vorab-Besichtigungen der Abbauflächen zu erledigen und bislang auf keine Bodendenkmäler gestoßen zu sein.

SPD-Stadtrat Rüdiger Stein ging nun im Bauausschuss unter Verschiedenes auf das Thema ein. Er regte an, dass man sich im Kreise der Stadträte positionieren solle, wie man jetzt und in Zukunft mit derartigen Fällen umgehen wolle. "Das können wir gerne machen, aber nicht heute", sagte Anetsberger, Er sei von der Thematik ebenso überrascht worden wie wohl alle Stadträte. Da bislang gewissermaßen noch Aussage gegen Aussage stehe, wolle er sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Stattdessen plane er, sich an den von der Betreiberfirma in Aussicht gestellten Ortstermin mit dem Landesamt für Denkmalpflege anzudocken.

Stein merkte an, dass es ihm nicht nur um diesen konkreten Fall gehe. Man müsse sich auch überlegen, wie man solche Ereignisse grundsätzlich verhindern könne. "Denn noch einmal sollte so etwas nicht passieren. " Dazu entgegnete Anetsberger, dass man hier als Kommune sehr schnell an Grenzen stoße. Bau- oder Betriebsgenehmigungen seien - wie in diesem Fall des Steinbruchs - in der Regel mit Auflagen versehen. Eine Stadt könne nicht permanent überall nachprüfen, ob sich jeder Antragsteller daran halte.

Jochen Maurer (CSU) gab zu bedenken, dass es nicht die Aufgabe der Stadt, sondern des Landkreises sei, entsprechendes Fehlverhalten - falls es ein solches bei Wiesenhofen gegeben habe - zu sanktionieren. Das sei natürlich richtig, antwortete der Bürgermeister. Nichtsdestotrotz könne es nicht schaden, den Vorgang im Auge zu behalten, stellte er abschließend zu diesem Themenkomplex fest.
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