Sonntag, 18. November 2018
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Die Amtmannsdorfer haben einige Anliegen - Wohin mit Maschinenhalle und Gemeinschaftshaus?

"Hausnummernchaos" und ein volles Bad

Beilngries
erstellt am 09.11.2018 um 13:43 Uhr
aktualisiert am 15.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Amtmannsdorf (DK) Schwierig könnte sich die Suche nach einem Standort für zwei große Wünsche der Amtmannsdorfer Bürger gestalten: Maschinenhalle und Dorfgemeinschaftshaus. Das hat Stadtrat und Ortssprecher Franz Josef Hiebinger (CSU) bei der Bürgerversammlung am Donnerstagabend angedeutet. Außerdem ging es um Themen, die eigentlich in Beilngries angesiedelt sind: das derzeit arg überfüllte Hallenbad und die Parksituation in der Alten Ingolstädter Straße.
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Gut eineinhalb Stunden waren bereits vergangen, als Bürgermeister Alexander Anetsberger seinen Vortrag über die Gemeindepolitik (wir berichteten) und Walter Lenz den Polizeibericht abgeschlossen hatten. So mancher Zuhörer - eine stattliche Anzahl Amtmannsdorfer und viele Stadträte - hatte sich schon schon lange des Pullovers oder des Sakkos entledigt, so wohlig warm war es in der Stube der Dorfgaststätte. Zu einer aufgeheizten Diskussion führte das zwar nicht. Einige interessante Themen kamen aber durchaus zur Sprache.
Zu viel los ist einem Amtmannsdorfer Bürger derzeit im   Hallenbad. Er wünscht sich erweiterte Öffnungszeiten.
Zu viel los ist einem Amtmannsdorfer Bürger derzeit im Hallenbad. Er wünscht sich erweiterte Öffnungszeiten.
Skrobanek (Archiv)
Beilngries
So ging Hiebinger auf ein Thema ein, das im Gemeindeentwicklungskonzept als Idee für Amtmannsdorf festgehalten ist. Die Bürger wünschen sich sowohl eine Gerätehalle als auch ein Gemeinschaftshaus. "Wir brauchen beides", sagte ein Dorfbewohner am Donnerstagabend. Ursprünglich hatte man die Fläche beim Feuerwehrhaus im Auge. Dort zeichne sich momentan aber ab, dass nicht für alle benötigten Grundstücke Abgabebereitschaft bestehen könnte, teilte Hiebinger mit. Daher habe er ganz persönlich schon weitere Überlegungen angestellt. Mögliche Optionen wären aus seiner Sicht am Regenrückhaltebecken sowie am Holzlagerplatz in Richtung Kottingwörth. Beide Standorte seien nicht ideal, weil etwas abgelegen, so Hiebinger - aber eben schon im Besitz der Stadt. Der Ortssprecher betonte allerdings ausdrücklich: "Es steht noch lange nichts fest." Sowieso müsste der Stadtrat die Projekte dann erst noch beschließen und mit einem Zeithorizont für die Umsetzung versehen.

Ein weiteres örtliches Thema, das angesprochen wurde, betraf das "Hausnummernchaos in Amtmannsdorf", wie es ein Bürger ausdrückte. Die Nummern seien komplett durcheinander. Problematisch werde das zum Beispiel dann, wenn man einen Rettungswagen braucht. "Dann muss man gleich zum Lindenbaum rauflaufen und den Sankafahrer einweisen", so der Bürger. Anetsberger sagte, dass er die Problematik nachvollziehen könne. Man habe schon mehrfach in verschiedenen Orten über das Thema nachgedacht. Von einer Neuordnung der Hausnummern sei man aber stets wieder abgerückt. Die Auswirkungen seien zu weitreichend, sagte Anetsberger. Beispielsweise müssten die Bürger dann alle Stellen, bei denen sie mit ihrer Hausnummer angemeldet oder registriert sind, informieren. "Das wäre mit Kanonen auf Spatzen schießen." Als interessanten Vorschlag wertete er hingegen einen Bürgerhinweis, zumindest mit Beschilderungen deutlich darauf hinzuweisen, welche Hausnummern in welchem Teil des Ortes zu finden sind.

Zwei weitere Ortsthemen waren schnell abgehandelt. Ein Bürger wollte wissen, wer haftet, wenn auf einem Spielplatz oder auf dem dorthinführenden Weg ein Unfall passiert - die Stadt als Pächter oder der Grundbesitzer? Die Stadt, antwortete Anetsberger. Eine andere Bürgerin fragte, ob man wieder einen Verkehrsspiegel bekommt. Dies wurde bestätigt.

Mit der Paulushofener Kreuzung beschäftigte sich eine weitere Bürgeranfrage. Ob dort ein Kreisel angedacht sei, wollte eine Amtmannsdorferin wissen. "Solche Überlegungen gibt es nicht", antwortete Anetsberger. Daran ändere auch das Gewerbegebiet nichts, das man in der Nähe der Kreuzung in Paulushofen ausweisen will.

Probleme mit dem Badgang beschrieb ein anderer Bürger. Das Beilngrieser Hallenbad sei derzeit oft überfüllt. Der Amtmannsdorfer wollte wissen, ob man die Öffnungszeiten ausweiten könnte. Dies sei wohl schwierig, so Anetsberger. Zuständig sei der Landkreis und das Hallenbad keine reine Publikumseinrichtung, sondern auch nachmittags noch für den Schulunterricht reserviert. Zudem bezweifle er, dass der Landkreis einen weiteren Bademeister anstellen möchte, um länger zu öffnen. Derzeit sei das Bad deshalb so voll, weil das Berle in Berching wegen des Sturmschadens geschlossen ist.

Nicht weit entfernt vom Hallenbad liegt die Alte Ingolstädter Straße. Auf ihr ist einem Amtmannsdorfer Bürger die Parkplatzsituation ein Dorn im Auge. Er fahre dort manchmal, um die Ampel zu umgehen. Daher wisse er, dass unzählige Autos auf der Alten Ingolstädter Straße stehen. Anetsberger sagte, dass ihm dies bewusst sei und im Stadtrat ja regelmäßige über das Thema Parken gesprochen werde. Außerdem habe man eine Stellplatzsatzung beschlossen. Zur Alten Ingolstädter Straße sagte er aber auch, dass es eigentlich nicht gewünscht sei, dass sie als Umgehung der Ampel genutzt wird und es daher gar nicht so schlecht sei, wenn dort keine freie Fahrt herrsche.
Fabian Rieger
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