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Armin Reinsch nimmt das Läuten auf An Christi Himmelfahrt ist es im Radio zu hören

Ganz Bayern hört die Beilngrieser Glocken

Beilngries
erstellt am 12.03.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 16.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Beilngries (DK) Die Beilngrieser Kirchenglocken schaffen es erneut in die Schlagzeilen. Im vergangenen Jahr wurden sie aufwendig saniert, jetzt ist ihr Klang im Radio zu hören. In den vergangenen Tagen wurden Aufnahmen gemacht, an Christi Himmelfahrt werden diese in Bayern 1 gesendet.
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Beilngries: Ganz Bayern hört die Beilngrieser Glocken
Foto: Daniela Hieke
Beilngries

Großes Rätselraten hat es vor ein paar Tagen in Beilngries gegeben. "Wieso haben die Glocken unserer Pfarrkirche abends so lange geläutet", fragten sich die Kirchenbesucher. Mittlerweile hat sich rumgesprochen: Der Dietfurter Glockenfreund Armin Reinsch hat Tonaufnahmen für den Bayerischen Rundfunk gemacht. An Christi Himmelfahrtstag, 10. Mai, wird das Glockenläuten der Pfarrkirche Beilngries in der bekannten Traditionssendung "Zwölfuhrläuten" auf Bayern 1 gesendet.

"Die Wetterbedingungen waren gut. Wenn auch ein paar Autos durchgefahren sind, bin ich mit der Aufnahmequalität doch zufrieden. Die Kirche steht halt mitten in der Stadt", gab Reinsch Auskunft, als er an diesem Samstag erneut in den Beilngrieser Kirchtürmen zugange war, auch diesmal ausgerüstet mit Aufnahmegerät und Kamera. "Ich frage in Pfarreien an, ob ich ein Video während des Läutens der Glocken im Turm machen darf. Und in Beilngries war dies erfreulicherweise möglich. So nehme ich heute die Glocken jeweils einzeln auf und dann alle zusammen. Am Ostersonntag wird's veröffentlicht", erklärte der Realschullehrer, Organist und Chorleiter, auf dessen Homepage www.glockenklaenge.de sage und schreibe 805 Geläute, zu einem großen Teil aus unserer Region, zu hören sind. Zuerst stieg Armin Reinsch mit seiner Ausrüstung in den Nordturm und baute alles auf. "Dort hängen die interessanteren Glocken, nämlich fünf Stück aus einem Zeitraum vom 15. bis zum 18. Jahrhundert", berichtete er. "Die Sterbeglocke hing früher eine Etage höher vor dem Giebel, scheinbar aus statischen Gründen wurde sie jetzt im Rahmen der Sanierung zu den anderen gehängt, das hat mich überrascht", sagte der Spezialist. Zum automatischen 15-Uhr-Läuten gehören die Glocken 6, 5, 4, 3 und 1, dieselben, die auch zum Hauptgottesdienst am Sonntag rufen, "außer an Festtagen, da ist die 2 noch dabei". Über den regelmäßigen Einsatz der sehr hell klingenden Lamm-Gottes-Glocke, die im Oktober vom Pfarrheim in den Nordturm gebracht worden war (wir berichteten), wird noch beratschlagt.

Als die Tonaufnahmen im Kasten waren, wurden Fotos gemacht. Dann ging es mit der Ausrüstung in den Südturm. Auch dort gab es dasselbe Prozedere. Immer wieder ertönten die schweren Klangkörper, nach gut drei Stunden war alles erledigt und Armin Reinsch war zufrieden.

Von Daniela Hieke
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