Montag, 20. August 2018
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Die Original Altmühltaler Blaskapelle pflegt enge Kontakte nach Garda, Burgeis und Regen

Beilngrieser Musik hört man überall gern

Beilngries
erstellt am 18.07.2018 um 17:22 Uhr
aktualisiert am 23.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Beilngries (rgf) Die Original Altmühltaler Blaskapelle Beilngries feiert am 28. und 29. Juli ihr 50-jähriges Bestehen. Im Rahmen einer kleinen Serie stellt unsere Zeitung die Formation vor. Diesmal geht es um die internationalen Kontakte der Gruppe.
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Ein besonderes Erlebnis für Musikanten und Zuhörer war das Zusammenspiel der Original Alttmühltaler Blaskapelle Beilngries mit der Banda Gardesana, der Blaskapelle aus dem Beilngrieser Partnerort Garda, vor knapp zwei Jahren in der Beilngries Altstadt.
Ein besonderes Erlebnis für Musikanten und Zuhörer war das Zusammenspiel der Original Alttmühltaler Blaskapelle Beilngries mit der Banda Gardesana, der Blaskapelle aus dem Beilngrieser Partnerort Garda, vor knapp zwei Jahren in der Beilngries Altstadt.
F. Rieger
Beilngries
Lederhose, Dirndl und Trachtenhut. Dorffeste mit Maßkrug und Brezen. Und zwischendurch ein Ständchen zum Geburtstag. Wer an eine Blaskapelle denkt, hat oftmals genau diese Bilder im Kopf. Sicherlich nicht ganz zu Unrecht, schließlich ist die Pflege der bayerischen Tradition eines der Kernelemente einer zünftigen Blaskapelle. Für die Beilngrieser Formation ist ihr Hobby aber noch weit mehr als das. Für die Original Altmühltaler Blaskapelle ist die Musik auch ein Tor zur Welt.

In regelmäßigen Abständen verschlägt es die 25 Musikanten weit über die Gemeindegrenze hinaus, bisweilen sogar ins Ausland. Und gerade diese gemeinsamen Fahrten sind es, die ganz entscheidend zum freundschaftlichen Miteinander in der Kapelle beitragen, wie einige Aktive im Gespräch mit unserer Zeitung berichten. Und so trifft es sich gut, dass die Musikgruppe pünktlich zu ihrem 50. Geburtstag so international ausgerichtet ist wie nie zuvor. Die Beziehungen zu den Kapellen in den beiden Beilngrieser Partnerorten Garda und Burgeis sind gerade in den vergangenen Jahren noch einmal deutlich intensiver geworden - oder gar erst richtig entstanden.

Seit Jahren ist die Original Altmühltaler Blaskapelle regelmäßig mit von der Partie, wenn sich die Beilngrieser Delegation Ende November zum Weihnachtsmarkt unter Olivenbäumen in Garda aufmacht. Die Banda Gardesana - die Blaskapelle aus Garda - lässt es sich freilich nicht nehmen, regelmäßig für Gegenbesuche in die Altmühlstadt zu kommen. Und seit die Italiener auch noch eine neue Leitung haben, sind die musikalischen Kontakte deutlich enger geworden. Beilngrieser Freunde der Blasmusik durften sogar schon Zeugen davon werden, wie die beiden Gruppen in der Altstadt gemeinsam aufspielten. Und zwar nicht nur nacheinander, sondern auch tatsächlich miteinander. Die Sprache der Musik ist schließlich international, auch wenn es mit der Verständigung manchmal nicht so einfach ist.
Bei der 200-Jahr-Feier der BurgeiserKapelle durften die Gäste aus der Altmühlstadt den Festzug mitgestalten.
Bei der 200-Jahr-Feier der BurgeiserKapelle durften die Gäste aus der Altmühlstadt den Festzug mitgestalten.
Adam
Beilngries



Deutlich unproblematischer ist das mit der Blaskapelle aus Burgeis. Die Freundschaft mit dieser Musikgruppe ist noch recht frisch, wie die Beilngrieser berichten; aber dafür umso tiefer. Vor einem Jahr war man schon mal in Südtirol zu Besuch und vor einigen Wochen freute man sich dann über eine Einladung zur 200-Jahr-Feier der Burgeiser Kapelle (wir berichteten). Der Austausch mit diesen Musikanten sei sehr spannend und auch freundschaftlich, berichtet beispielsweise Rudolf Mittermeier von der Beilngrieser Truppe. Alle Beteiligten sind sich einig, dass man diese enge Partnerschaft weiterhin pflegen will. Anlässe für gegenseitige Besuche werden sich sicherlich finden lassen.

Klar terminiert ist eine weitere Veranstaltung, bei der es für die Original Altmühltaler Blaskapelle Beilngries zwar nicht gleich ins Ausland, aber doch zu einem schönen - und vor allem musikalisch hochwertigen - gemeinsamen Wochenende geht. Die Rede ist vom großen Musikfest in Regen, das alle zwei Jahre rund um Pfingsten stattfindet. Seit ein paar Jahren sind die Beilngrieser mit von der Partie. Und das soll auch so bleiben, betont der musikalische Leiter der Kapelle, Peter Zimmer. Das Besondere an der Veranstaltung besteht darin, dass über die ganze Stadt verteilt jeder ganz ungezwungen dort Musik macht, wo er gerade ein schönes Plätzchen findet, erläutert Georg Mittermeier, der als organisatorischer Leiter der Kapelle fungiert. Von überall her kommen die Musikanten, unter ihnen viele mit recht hohen musikalischen Ambitionen. Neben dem permanenten Musizieren an allen Ecken und Enden der Stadt gibt es auch einige offizielle Programmpunkte. Einen solchen durften die Beilngrieser heuer bestreiten, als sie in der Kirche St. Michael den Gottesdienst mitgestalteten. Zimmer sieht das als große Auszeichnung für seine Truppe. Und wer weiß, welche besonderen Auftritte in den nächsten Jahren noch hinzukommen, wenn es für die Original Altmühltaler Blaskapelle wieder einmal für ein paar Tage heißt: Servus Beilngries - weite Welt, wir kommen.

Unsere Zeitung nimmt das 50-jährige Bestehen der Original Altmühltaler Blaskapelle Beilngries zum Anlass, um die Truppe in einer kleinen Serie vorzustellen. Geschichte und Entwicklung der Formation wurden bereits beleuchtet, in diesem Teil ging es nun um die zum Teil internationalen Kontakte der Gruppe. In der kommenden Woche wird schließlich noch das Programm für das Festwochenende am 28. und 29. Juli vorgestellt.
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