Motorradmarken und Tennesee Whiskey die Teilnahme am europäischen Markt zu erschweren, ist eine eher hilflose Antwort der Europäischen Union auf US-präsidiale Wahrnehmung und Entscheidung. Es entsteht der Eindruck, an die wirklich großen Global Player im Silicon Valley traut man sich gar nicht erst heran. Warum der Mythos Harley-Davidson attackiert und US-Spirituosen getroffen werden, bleibt im Verborgenen der Brüsseler Verwaltungsgänge. Dies gilt für ein bestimmtes Bekleidungslabel mit urfränkischer Abstammung ebenso. Harley-Fahrer und Bourbon-Fans werden kaum Alternativen annehmen. So erzeugt Brüssel in der Konsequenz wieder einmal Nachteile für europäische Verbraucher. Ein starkes und geeintes Europa wird durch Dilettantismus leider nicht gefestigt.

Fritz Schäffler, Eichstätt