Mittwoch, 19. Dezember 2018
Lade Login-Box.
 

 

29.05.2006 17:35 Uhr | x gelesen
    Drucken Text vergrößern

Viele Kulturen hinterlassen ihre Spuren


Bild: Viele Kulturen hinterlassen ihre Spuren .  Ein buntes Völkergemisch tummelt sich frühmorgens auf dem Markt der Hauptstadt Port Louis. Inder, Chinesen, Kreolen, Afrikaner und Europäer feilschen lautstark um frisches Obst und knackiges Gemüse, um Fische, Muscheln und Krustentiere. Im Inland brechen Wanderer zur Tour in ein Vulkantal auf, das in 32 verschiedenen Farben leuchtet. Und vor den Luxushotels fegen und putzen Dutzende kleiner Arbeiter die schneeweißen Sandstrände.

Ein buntes Völkergemisch tummelt sich frühmorgens auf dem Markt der Hauptstadt Port Louis. Inder, Chinesen, Kreolen, Afrikaner und Europäer feilschen lautstark um frisches Obst und knackiges Gemüse, um Fische, Muscheln und Krustentiere. Im Inland brechen Wanderer zur Tour in ein Vulkantal auf, das in 32 verschiedenen Farben leuchtet. Und vor den Luxushotels fegen und putzen Dutzende kleiner Arbeiter die schneeweißen Sandstrände.


Mauritius ist ein Paradies für Urlauber – nicht nur wegen seiner malerischen Sandstrände. Im Lauf der Jahre haben die vielen Kulturen, die die Insel für sich beansprucht haben, ihre Spuren hinterlassen.

Bunte Insel

Hotel Troux au Biches Mauritius ist etwa so groß wie die zu den Kanaren gehörende Insel Teneriffa, aber wesentlich exotischer. Auf der Insel, diesem irdischen Paradies im Indischen Ozean östlich des afrikanischen Kontinents und der Insel Madagaskar, beginnt der Tag so bunt wie die Insel schön ist. Der Norden der Insel ist überwiegend flach und von der Sonne verwöhnt. Der Süden und die zentralen Bergregionen entfalten dagegen die ganze landschaftliche Vielfalt. Allerdings ist in diesen Gebieten das Jahr über immer wieder mit Regenschauern zu rechnen. Aber meist verschwinden die Wolken so schnell wie sie gekommen sind.
 
Mauritius ist fast komplett von Korallenriffen umgeben, welche die Wucht der Brandung Hunderte von Metern vor der Küste brechen und seichte Lagunen bilden. Ursprünglich war Mauritius von dichtem tropischem Regenwald bewachsen, in dem sich riesige Harthölzer von hervorragender Qualität befanden. Mit Eintreffen der Niederländer wurde jedoch Raubbau auf Mauritius betrieben. Nachdem die alten Ebenhölzer abgeholzt waren, pflanzte man Nutzhölzer und Zierpflanzen, die aus Indien, Indonesien, Kenia, Madagaskar und anderen afrikanischen Ländern stammten. Etwa 50 Prozent der Gesamtoberfläche (80 Prozent der Nutzfläche) von Mauritius wird von Zuckerrohr, dem wichtigsten Devisenbringer, bedeckt - auch weil diese Pflanze den Zyklonen standhält. Weitere Devisen werden durch die Fabrikation von Textilien, dem Tourismus und der Teeherstellung erbracht.
 
Die Hauptstadt Port Louis mit ihren 145 000 Einwohner hat den wichtigsten Hafen und ist urbaner Mittelpunkt der Insel. Wo moderne Hochhäuser neben einem urigen Chinesenviertel und uralten Holzhütten stehen. Wo Tempel, Moscheen, Kirchen und ein nostalgisch angehauchtes Theater für architektonische Kontraste sorgen. Die hoch über der Stadt gelegenen Zitadelle und eine bis zu 800 Meter hohe, sattgrüne Bergkette überragen alles. Im Blue Penny Museum ist die Geschichte der Insel ab dem Jahr 1512 detailliert dokumentiert, ebenso wie die der weltbekannten Briefmarke, der blauen Mauritius.

Die Geschichte der Blauen Mauritius

 
Sieben Jahre, nachdem die Briten die Briefmarken einführten, wurden die Blaue und die Orange Mauritius gedruckt und damit der größte Irrtum der Philatelie begangen. Der Graveur Joseph Osmond Barnard aus Port Louis erhielt vom Postdirektor den Auftrag, Druckplatten für eine One-Penny- und eine Two-Pence-Briefmarke anzufertigen. Das tat er auch, aber statt des üblichen „Post Paid“ gravierte er „Post Office“ auf die Vorlage. Jeweils 500 Exemplare wurden gedruckt. Heute existieren weltweit nur noch 13 orangefarbene One-Penny- und 12 blaue Two-Pence-Marken. Der Irrtum der Blauen und Orangen Mauritius wurde zu einem der wertvollsten der Welt.
 

Ausflugsziel - Tal der Farbe Nördlich von Port Louis befindet sich der Botanische Garten von Pamplemousses. Auf 93 Hektar findet man hier tropische Pflanzen aus Indien, China und den Philippinen. Beeindruckend ist die Seerose Victoria amazonica. Ihre Blätter, mit bis zu 1 Meter Durchmesser, können angeblich sogar ein Baby tragen. Am nahe gelegenen Küstenabschnitt Trou aux Biches reihen sich wie an einer zauberhaften Perlenkette die luxuriösen Hotels der Insel an schönen langen Sandstränden.
 
Die Autobahn, besser gesagt eine etwas größer ausgebaute Straße, führt in das südlich gelegene Bergland von Mauritius. Es ist nicht nur sehr abwechslungsreich, sondern auch von stiller Schönheit. Es ermöglicht wunderschöne Ausblicke über Land und Meer sowie eine gute Sicht in die geologische Vergangenheit der Insel.
 
Ausflugsziel - Tal der Farbe Die klare Bergluft lockt Inselbesucher zum Wandern. Schmale Pfade führen durch den dichten Urwald, bieten immer wieder beeindruckende Ausblicke auf tiefe Täler und mächtige Wasserfälle. So wie im Canyon des Riviere Noire und dem mauritianisches Naturwunder nahe dem Dörfchen Chamarel: das "Terres de Couleur" (Tal der Farbe) in der Savanne Mountains. Das wellenförmige Vulkangestein gilt unter Wissenschaftlern als geographische Kuriosität. Es gibt sechs Wasserfälle, 72 Pflanzen- und Baumarten sowie einen Boden aus 32 gold-rot-braunen Farben. Besonders prächtig funkelt die Erde am frühen Morgen und am späten Nachmittag. Wer die ganze Vielfalt nicht alleine entdecken mag, kann an geführten Touren teilnehmen. 
 
Hotel Dinarobin Der schwarze Vulkanfelsen Le Morne Brabant, der im Südwesten hinter dem Strand des Beachcomber Hotels Dinarobin senkrecht aufragt, erzählt Geschichten. Manchmal sind es tagesaktuelle Nachrichten von Wind und Wetter, manchmal düstere Legenden aus der Vergangenheit. An besonderen Tagen berichtet er von einer Tragödie aus den Tagen der Sklaverei: Entlaufene Sklaven hatten sich auf dem Berg versteckt, und als uniformierte Soldaten anrückten, um ihnen die offizielle Abschaffung der Sklaverei zu verkünden, stürzten sie sich aus Angst vor erneuter Zwangsarbeit in den Tod. Dann wieder lädt der Berg zur Träumerei ein, wenn man die erodierten Abhänge, die durchlöcherten Steilstücke und die düsteren Höhlen vor Augen hat, wenn sich tropische Schauer über ihm bilden oder die Sonne spektakulär hinter ihm auftaucht. Das Bild des Berges kann sich im Minutentakt ändern: Er zieht Wolken an, stößt sie ab, nebelt sich ein und pustet sich wieder frei.

Sprachliche und religiöse Multikultur

Ausflugsziel Teefabrik Auf Mauritius sprechen auch einfache Leute drei Sprachen. Die Mischung ist nicht nur eine sprachliche, sondern auch eine religiöse. Christen, Hindus, Buddhisten und Moslems leben hier friedlich nebeneinander. So geht man auch als Hindu schon mal in eine katholische Kirche, oder der Moslem besucht die hinduistische Wallfahrtsstätte am Grand Bassin, der heilige See, wo man Ganga, der Göttin des Wassers, und Hanoman, dem Gott des Neuanfangs, huldigt. Opfergaben werden dort auf den Altären deponiert - Bananen, Kokosnüsse und andere Früchte - und mit Räucherstäbchen in feinen Duft gehüllt. Das Essen wird mit dem heiligen Wasser des Sees besprenkelt, die Hälfte bleibt für die Götter auf dem Altar, die andere Hälfte nimmt man mit nach Hause und verzehrt sie als geweihte Mahlzeit.

Abwechslungsreiche Küche

Auf Mauritius findet man eine der abwechslungsreichsten Küchen der Welt: indische, kreolische, französische und auch asiatische Einflüsse vereinigen sich zu faszinierenden Gerichten. Wichtigste Nahrungsmittel sind Reis, Fleisch und vor allem Thunfisch. Überall auf der Straße kann man scharfe Snacks auf die Hand erwerben, beispielsweise die Samoussa, mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen.


Bilder von Hotelanlagen und Ausflugszielen unter https://www.donaukurier.de/1332050

Weitere Informationen

Auskunft:
 

Mauritius Informationsbüro in Deutschland/Frankfurt
 

Telefon:
 
0 69/7 92 18 74 39
 
E-Mail:
 
mauritius@heringschuppener.com
 
Internet:
 
http://www.mauritius.net/
 
Anreise:

 
Fliegen Sie mit Condoroder Air Mauritius von zahlreichen deutschen Städten aus nonstop auf die Insel. 
Übernachtung: 


 
Die einheimische Firma Beachcomber betreibt zahlreiche Hotels unterschiedlicher Kategorien auf der Insel. Information und Buchung in Deutschland: http://www.beachcomber.de/.
 
Veranstalter:
 
Pauschalreisen und Bausteine zu Mauritius findet man im Internet unter http://www.airtours.de/.


Von Holger Böhmeke

Drucken  Drucken Artikel weiterempfehlen  Empfehlen Artikel verlinken  Artikel verlinken

Wenn Sie diesen Artikel von donaukurier.de verlinken möchten, können Sie einfach folgenden HTML-Code verwenden:

 

Vorlesen  PDF speichern  Leserbrief schreiben   Leserbrief Kommentare lesen/schreiben  Kommentieren
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!