Eine Pipeline wird von einem Verlegeschiff ins Meer versenkt. Solche Leitungen können Tausende Kilometer lang sein.
Eine Pipeline wird von einem Verlegeschiff ins Meer versenkt. Solche Leitungen können Tausende Kilometer lang sein.
Wüstneck/dpa
Wenn die Pipeline voraussichtlich Ende dieses Jahres fertig ist, soll durch sie russisches Erdgas 1200 Kilometer weit bis nach Deutschland fließen. Derartige Leitungen werden unter anderem auch für den Transport von Erdöl, Benzin, Wasser oder Fernwärme über große Entfernungen verwendet. Durch sie werden - ganz allgemein gesprochen - Flüssigkeiten oder Gase von der Quelle zum Verbraucher geleitet. Denn Öl, Gas oder Wasser sind ja nicht gleich über die Erde verteilt.

Der Begriff Pipeline kommt aus dem Englischen und setzt sich zusammen aus den Wörtern Pipe (Rohr) und Line (Leitung). Es ist also eine Rohrleitung. Die Idee zu solchen Pipelines ist schon ziemlich alt: Schon seit mehr als 400 Jahren wird im österreichischen Salzkammergut eine sogenannte Soleleitung betrieben. Durch diese fließt salzhaltiges Wasser von Bergwerken zu besonderen Betrieben (Salinen), in denen dann das Salz durch Sieden gewonnen wird.

Auch in und um Ingolstadt gibt es einige Pipelines. Die bekannteste ist die Transalpine Ölleitung (TAL), durch die von Triest in Italien über 465 Kilometer Erdöl bis nach Lenting gepumpt wird. Aus dem Erdöl wird dann in einer Raffinerie vor allem Benzin, Dieselkraftstoff und Heizöl gemacht.