Einen Organspendeausweis erhält jeder, der möchte, dass seine Organe nach dem Tod gespendet werden.
Einen Organspendeausweis erhält jeder, der möchte, dass seine Organe nach dem Tod gespendet werden.
Ebener/dpa
955 Menschen haben im vergangenen Jahr nach ihrem Tod Niere, Leber oder Darm für schwer kranke Patienten gespendet. 2017 waren es 797 Spender. Erstmals seit 2010 ist die Zahl der Organspender deutlich angestiegen.

Wenn man in Deutschland seine gesunden Organe nach dem Tod an kranke Personen spenden möchte, muss man sich vorher bereit erklärt haben. Diese Zustimmung steht auf dem Organspendeausweis. In manchen Ländern gibt es bei der Organspende andere Gesetze. In Frankreich, Österreich oder Italien muss man vor dem Tod klar sagen, dass man keine Körperteile spenden möchte. Sagt man nichts, dürfen Ärzte die gesunden Organe entnehmen.

Von den 955 Spendern wurden 3113 Organe vermittelt. Jeder Spender hat im Schnitt also drei Menschen geholfen. Dadurch erhielten schwer kranke Patienten eine bessere Chance, ihre Krankheit zu überstehen. Am häufigsten wurden Nieren gespendet, nämlich 1607-mal. Es wurden aber auch 295 Herzen und 338 Lungen vermittelt.

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation hofft aber, dass diese Zahlen weiter steigen. Noch immer stehen in Deutschland 9400 Patienten auf Wartelisten. Sie hoffen, dass durch eine Spende ihre Lebenschance erhöht wird.