Hier tagt der Bayerische Landtag: im Maximilianeum.
Hier tagt der Bayerische Landtag: im Maximilianeum.
Hoppe/dpa
Das Gebäude bildet den Abschluss der prächtigen Maximilianstraße und ist schon von Weitem zu sehen, weil es etwas erhöht auf der anderen Seite der Isar steht. Es wurde ab dem Jahr 1857 gebaut. Den Auftrag dafür gab der bayerische König Max II., und weil der ein sehr selbstbewusster Mann war, gab er dem Bauwerk seinen Namen. 17 Jahre lang wurde daran gebaut, als das Haus fertig war, war der König schon gestorben. Sein Sohn, der berühmte "Märchenkönig" Ludwig II. nahm dann die Einweihung vor. Eigentlich war das Gebäude nie als Sitz der Volksvertreter gedacht. Es sollte eine Art Internat für Bayerns allerbeste Abiturienten sein, die hier während ihres Studiums kostenlos wohnen und essen dürften. Der König wollte, dass die klügsten Köpfe des Landes optimal gefördert werden. Der Landtag zog erst im Jahr 1949 ein. Dafür musste damals natürlich viel umgebaut werden. So musste der große Saal, in dem alle Abgeordneten Platz haben, eingefügt werden. Was viele nicht wissen: Das "Internat" für Bayerns beste Abiturienten ist immer noch im Maximilianeum untergebracht und Eigentümer des Gebäudes. Der Landtag ist bloß zur Miete hier.