Fällt dir auf diesem Foto etwas auf? Im Pinguingehege liegt eine Frau, deren Körper wie ein Steinhaufen bemalt ist.
Fällt dir auf diesem Foto etwas auf? Im Pinguingehege liegt eine Frau, deren Körper wie ein Steinhaufen bemalt ist.
Hollemann/dpa
Dort bei den Steinen versteckt es sich. Dort liegt tatsächlich eine Frau, deren Körper so bemalt ist, das er regelrecht verschwindet - mit dem Hintergrund verschmilzt. Diese Körperbemalung ist eine perfekte Tarnung. Man sagt auch Camouflage-Kunst dazu.

Der Künstler Jörg Düsterwald hat den Körper der Frau so schön und steinig bemalt. Sie heißt Marie und muss ganz still liegen, damit die Pinguine im Zoo von Hannover sie nicht bemerken. Die Tiere haben sich sogar auf Maries Körper gehockt - vielleicht, weil der weicher war als die Steine. Dieses Kunstprojekt nennt Düsterwald "Animal Art", also Tier-Kunst. Er hat auch schon in anderen Zoos Menschen mit Tarnfarben bemalt.

Körperbemalung, auf Englisch Bodypainting, gibt es in der Menschheitsgeschichte schon seit Urzeiten. Die Steinzeitmenschen bemalten sich mit Erdfarben oder Holzkohle. Meist trugen sie die Farbe mit der Hand auf, benutzten aber auch Tierhaare wie wir heute Pinsel. Bei den Indianern besaß die Körperbemalung eine große Bedeutung. Wenn sie in den Krieg zogen, benutzten sie zum Beispiel rote Farbe. Heute sagt man scherzhaft zu einer stark geschminkten Frau, dass sie ihre Kriegsbemalung aufgetragen hat. Die Freude der Menschen an der Körperbemalung hält jedenfalls bis heute an.