Die Robbe ?Willi?: Touristen füttern das Tier mit Hering.
Die Robbe "Willi": Touristen füttern das Tier mit Hering.
Rehder/dpa
Doch manchmal gibt es Ausnahmen: Die Kegelrobbe "Willi" zum Beispiel schwimmt jeden Tag in den Hafen der Nordseeinsel Sylt. Dort füttern sie Urlauber mit Heringen.

Eigentlich versorgen sich wilde Tiere selbst mit Nahrung. Aber bei "Willi" war das anders: Ein Tierarzt entdeckte die Babyrobbe beim Angeln: Sie war ganz dünn und fast blind. Also päppelten sie Menschen mit Fisch auf und retteten ihr das Leben. So hat "Willi" sich daran gewöhnt, von Menschen gefüttert zu werden. Früher klaute das Tier auch mal einen Fisch von der Angel. Doch noch bequemer ist es für die Kegelrobbe, wenn ihr im Hafenbecken die Fischhappen direkt ins Maul fliegen. Fischbuden verkaufen dort Heringe zum Füttern.

"Willi" heißt übrigens inzwischen "Wilhelmine", weil die Robbe doch kein Männchen ist wie erst vermutet. Und manchmal bringt sie ihren Nachwuchs mit. Die Robben sind mittlerweile Touristenattraktionen.