In Herzberg am Harz gibt es viele Hinweisschilder in Esperanto, einer Kunstsprache. Herzberg nennt sich Esperanto-Stadt.
In Herzberg am Harz gibt es viele Hinweisschilder in Esperanto, einer Kunstsprache. Herzberg nennt sich Esperanto-Stadt.
Foto: Ramessos
Es gibt daneben auch eine erfundene Sprache, Esperanto genannt. Heute vor 131 Jahren hat der Augenarzt Ludwik Zamenhof in Warschau den Grundstein dafür gelegt, indem er ein kleines Buch dazu herausbrachte. Im Land lebten damals viele Völker mit verschiedenen Sprachen, und oft verstanden sie sich nicht. Zamenhof wünschte sich daher eine Sprache, die man schnell und leicht erlernen kann und nicht die Sprache eines bestimmten Volkes ist. Viele Esperanto-Wörter sind aus Sprachen wie Französisch, Latein oder Deutsch bekannt.

Heute gibt es Esperanto-Sprecher in mehr als 100 Ländern, es könnten einige Hunderttausend sein, genau weiß das keiner. Sie nennen sich Esperantisten. Esperanto soll leichter als andere Sprachen sein, weil es von der Grammatik her regelmäßiger ist als etwa Deutsch oder Englisch. Hauptwörter enden immer mit "o", zum Beispiel "domo" für Haus, Eigenschaftswörter mit "a" wie "doma" für häuslich.

In Deutschland gibt es sogar eine Esperanto-Jugend. Wenn sie sich trifft, begrüßt sie sich mit "Saluton! ", das heißt Hallo. "Gis revido", bedeutet Auf Wiedersehen. Wenn ihr das jetzt nicht versteht, sagt ihr einfach "Mi ne komprenas! " - oder ihr lernt Esperanto und redet mit.