Die Kleidung in Wimbledon muss weiß sein.
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Beim berühmtesten Tennisturnier dieser Tage fällt aber auf: In Wimbledon  tragen alle Spieler fast komplett weiße Sportkleidung. Warum ist das so? Die einfache Antwort: Weil sie müssen. Hose beziehungsweise Rock, Oberteil, Schweißbänder, Socken – ja sogar die Unterwäsche: Alles muss weiß sein. Die offizielle Begründung der Turnierveranstalter ist, dass die Zuschauer auf bunten Klamotten die unschönen Schweißflecken besser sehen würden.
Tennis gilt schon immer als ein vornehmer Sport. Im 16. Jahrhundert wurde Tennis häufig in Kirchenhöfen oder Ballhäusern gespielt. Dort war es meistens ziemlich dunkel, weswegen die Tennisspieler weiße Klamotten trugen, damit man sich gegenseitig besser erkennen konnte. Deswegen wird Tennis noch heute der weiße Sport genannt.
Mittlerweile dürfen die Tennisspieler sich bei den meisten Turnieren anziehen wie sie möchten. In Wimbledon achten sie aber auf Traditionen sehr genau. Manche Tennisspieler wie Roger Federer finden die Regel zwar nicht gut, ändern wird sich daran aber nichts. Und wenn der Schiedsrichter bemerkt, dass die Unterhose oder die Schuhsohle nicht weiß ist, dann ermahnt er den Spieler auch.