Als die US-Band Chicago 1988 mit der Balade "Look Away" die Charts stürmte, war Brendan Greaves noch ein Jugendlicher. Am Dienstag hat er die US-Komponistin Diane Warren verklagt, weil sie sich seines Liedes bemächtigt haben soll. Die US-Komponistin Diane Warren (rechts)
Als die US-Band Chicago 1988 mit der Balade "Look Away" die Charts stürmte, war Brendan Greaves noch ein Jugendlicher. Am Dienstag hat er die US-Komponistin Diane Warren verklagt, weil sie sich seines Liedes bemächtigt haben soll.
© 2018 AFP

Als die US-Band Chicago 1988 mit der Ballade "Look Away" die Charts stürmte, war Brendan Greaves noch ein Jugendlicher und lebte in einem verschlafenen englischen Dorf. Jetzt, 30 Jahre später, reichte er bei einem Gericht in Los Angeles Klage ein: Am Dienstag forderte er 20 Millionen Dollar (17 Millionen Euro) Entschädigung von der äußerst produktiven US-Komponistin Diane Warren, der das Lied zugeschrieben wird.

Greaves behauptet, er selbst habe das Lied 1987 als 14-Jähriger für einen Schulmusikwettbewerb in Großbritannien komponiert. Er ging bei dem von der Plattenfirma EMI gesponserten Wettbewerb leer aus, verdächtigt Warren aber, über den Wettbewerb an sein Lied herangekommen zu sein.

Auf die Frage, warum er erst jetzt klage, erklärte er in seiner Klageschrift, dass er in einem "ruhigen Dorf" in Yorkshire in Nordengland gelebt und den Chicago-Song erst im Jahr 2015 zum ersten Mal gehört habe.

Eine Stellungnahme von Warren lag zunächst nicht vor. Sie hat seit den 80er Jahren dutzende Hits komponiert, meist Popsongs und Balladen, darunter "Because You Loved Me" von Céline Dion und "I Don't Want to Miss a Thing" von Aerosmith.