Hast du den Spruch schon einmal gehört und dich gewundert, warum man das sagt? Nun, Pfingsten hat aus religiöser Sicht mit einem Ochsen nichts zu tun. Es gibt aber eine Erklärung aus der Volkskunde: Pfingsten fällt in den Bergen oft mit dem Almauftrieb zusammen. Die Rinder werden dann aus den Winter-ställen hoch auf die Almwiesen getrieben. In vielen Dörfern wird dieser Almauftrieb wie ein Volksfest begangen, und das stattlichste Tier wird mit Blumen und Bändern geschmückt und läuft an der Spitze des Zuges. Das ist der besagte Pfingstochse. Daher kommt der Spruch, jemand ist herausgeputzt wie ein Pfingstochse. Das ist aber nicht besonders nett gemeint, sondern eher ein Lästern - oder Mobbing, wie man heute sagt. Der geschmückte Pfingstochse kam früher auch nicht so weit, denn oft wurde er geschlachtet und landete zum Braten auf dem Spieß. Das Fleisch ließen sich dann alle im Dorf schmecken. Armer Pfingstochse!