Während sie in Belgien, den Niederlanden und Indonesien das ganze Jahr über gegessen werden, kommen Spekulatius in Deutschland nur im Advent auf den Teller.

Für die Kekse wird Mürbeteig – er besteht aus Mehl, Butter, Zucker, Ei und etwas Backpulver – in flachen Holz- oder Metallformen ausgebacken. Zimt, Kardamom und Nelken geben dem Gewürz-Spekulatius sein charakteristisches Aroma.

Woher der ungewöhnliche Name kommt, ist nicht ganz sicher. Vielleicht geht er auf die lateinische Bezeichnung für Bischof, also Speculator (im Sinne von Aufseher oder Beobachter) zurück. Die Bilder auf dem Gebäck bilden nämlich traditionell Symbole der Nikolauslegende ab – zum Beispiel das Pferd. Andere Figuren, wie die Windmühle oder das Bauernhaus, sind erst später dazugekommen.