Sonntag, 16. Dezember 2018
 

 

06.12.2006 19:51 Uhr | x gelesen
    Drucken Text vergrößern

Gezielt in der Vorweihnachtszeit helfen


Dietfurt (DK) 1975 als Seniorenwohnheim gebaut, ist das Dietfurter Caritas-Altenheim 31 Jahre später zum reinen Pflegeheim geworden, das in keiner Weise mehr den veränderten Anforderungen gerecht wird.


Dass der Umbau der Einrichtung, in der 52 Seniorinnen und Senioren, fast ausschließlich aus dem Bereich der Siebentälerstadt, untergebracht sind, nicht mehr länger aufgeschoben werden kann, da sind sich alle einig. Die Zustände, mit denen die Bewohner und das Personal zurechtkommen müssen, sind für alle Beteiligten unzumutbar.

Allerdings wirft die Frage, wie das Bauvorhaben finanziert werden soll – rund 2,8 Millionen Euro umfasst der Kostenrahmen – immer noch zahlreiche Fragen auf. Heimleiter Klaus-Josef Knaus schildert das Dilemma: "Zunächst war das Heim reines Wohnheim für Senioren, die noch relativ rüstig waren." Heute hat sich die Situation grundlegend gewandelt: Was grundsätzlich für die intakten Gesellschaftsstrukturen in der Großgemeinde Dietfurt spricht, gereicht der Senioreneinrichtung zum Nachteil. "Die meisten alten Menschen bleiben so lange bei ihren Familien, bis sie so hinfällig sind, dass eine Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist", so Knaus. Somit brauchen heute 97 Prozent der Heimbewohner intensive Betreuung, nur vier der über 50 Senioren sind noch relativ rüstig.

Allerdings entspricht die Ausstattung des Altenheims im Wesentlichen immer noch der aus der Mitte der 70er Jahre. Jedes Zimmer hat einen Balkon, den die Pflegebedürftigen gar nicht mehr benutzen können. Die Nasszellen sind so klein und eng, dass Rollstuhlfahrer sie nicht ohne fremde Hilfe benutzen können. Ein einziges Pflegebad muss für alle reichen, und das stammt auch noch aus der Bauzeit. Dafür sind die Aufenthaltsräume – die meisten Bewohner sitzen im Rollstuhl – viel zu klein, ständiges Rangieren und jede Menge Improvisationstalent gehört zum Heimalltag in Dietfurt. Verschrammte Türrahmen sind der beste Beweis für die drangvolle Enge, in der die Rollstühle zwangsläufig anecken müssen.

Rund 2,8 Millionen Euro kostet der Umbau, der nur das Allernötigste vorsieht. Der Landkreis Neumarkt hat in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses einen Zuschuss von 300 000 Euro zugesagt (Siehe Bericht auf Seite 29 ) . Voraussetzung ist allerdings, dass auch die Stadt Dietfurt sich in gleicher Höhe an den Sanierungskosten beteiligt. In der nächsten Stadtratssitzung, noch vor Weihnachten, soll laut Knaus darüber debattiert werden. Wenn die Stadt zustimmt, beträgt die Finanzierungslücke aber immer noch an die 2,2 Millionen Euro.

Nach Angaben des Heimleiters versucht der Caritas-Verband Eichstätt als Träger der Einrichtung einen Teil de s Geldes aus Kirchensteuermitteln locker zu machen. Auch der Deutsche Hilfsfonds – er enthält unter anderem Geld von der Glücksspirale – soll angezapft werden, wie es heißt.

Der Rest muss über Kredite finanziert werden. Knaus geht davon aus, dass der Anstieg der Heimkosten, wenn alles läuft wie geplant, sich noch erträglich gestaltet. Um diesen so gering wie möglich zu halten, sind Spenden von allen Seiten willkommen , denn "jeder einzelne Euro hilft".

Auch der DONAUKURIER unterstützt das Dietfurter Caritas-Altenheim im Rahmen seiner traditionellen Hilfsaktion "Vorweihnacht der guten Herzen". Mit dem Stichwort "Dietfurt" auf dem Überweisungsträger kann gezielt gespendet werden auf das Konto der Sparkasse Ingolstadt, Konto-Nummer 50 500. Im Internet ist dies möglich unter www.donaukurier.de/vorweihnacht. Auch hier sollte das Stichwort "Dietfurt" nicht fehlen. Wer eine Spendenquittung braucht , soll dies ebenfalls auf dem dem Überweisungsträger oder in der E-Mail vermerken.

 


Donaukurier

Drucken  Drucken Artikel weiterempfehlen  Empfehlen Artikel verlinken  Artikel verlinken

Wenn Sie diesen Artikel von donaukurier.de verlinken möchten, können Sie einfach folgenden HTML-Code verwenden:

 

Vorlesen  PDF speichern  Leserbrief schreiben   Leserbrief Kommentare lesen/schreiben  Kommentieren
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!