"Blasibauer" Walter Wagner
Der Beruf ist ihm zur Berufung geworden, er hat die Scholle ins eigene Haus geholt: "Blasibauer" Walter Wagner, ein waschechter Hundszeller, hat viel zur Gründung des Bauerngerätemuseums beigetragen.
Foto: Richter
647 Menschen leben dort (Stand 31. Dezember 2004), die Einwohnerzahl ist seit 1993 gewaltig angestiegen. Damals hatte die Stadt das Baugebiet Knoglersfreude-Süd ausgewiesen, viele Neubürger waren zugezogen. Wie gewaltig der Wachstumsschub war, zeigt sich erst bei einem Blick in die Vergangenheit. "Hier waren um die zehn Häuser, als meine Eltern 1927 aus Hundszell hierher gezogen sind", erzählt Katharina Morasch.

Ihr Haus an der Hagauer Straße hat über die Jahre weit mehr Gäste gesehen, als alle anderen zusammen. Ein unscheinbares Holzschild mit der Aufschrift "Morasch-Wirt" erinnert daran, dass hier einmal das Gasthaus Zur Hackenschwaige, der vormalige Huber-Wirt, war. " 1970 haben wir zugesperrt", erzählt die 84-Jährige. Als sei es gestern gewesen, erinnert sie sich noch lebhaft daran, wie die Schützen, die bei ihr Vereinsheim hatten, von draußen durchs Fenster auf die Scheiben in der Küche schossen. "Drinnen hat dann einer die Treffer abgelesen."

Hackenschwaige - Knoglersfreude
Ländliche Idylle in der "Hackenschwaige", wie die Ortschaft Knoglersfreude bei vielen Alteingesessenen noch immer heißt. Die früher aus wenigen Häusern bestehende Siedlung hat sich gewaltig entwickelt.
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Mit der damaligen, bäuerlich geprägten Hackenschwaige hat das heutige Knoglersfreude nicht mehr viel gemein. Vorbei sind die Zeiten, als die Leute im Kramerladen Schlierf eingekauft haben. Der kleine Stadtteil ist mit Hundszell zusammengewachsen, seit dort ein Baugebiet ums andere entstand. Wo Bauern früher schwer schuften mussten, um ihr tägliches Brot zu verdienen, sind Wohn- und Schlafstätten wie Pilze aus dem Boden geschossen. 

Begehrte Wohnlage

Die Landwirtschaft spielt indes nur noch eine untergeordnete Rolle, dafür steht die Pferdehaltung hoch im Kurs, wie etwa auf den Anwesen von Hermann Kroll und Kurt Bößenecker. Die Ruhe am beschaulichen Stadtrand hat schon den einen oder anderen bekannten Geschäftsmann, aber auch einen leitenden Stadtmitarbeiter bewogen, sich hier im Grünen ihr Domizile zu schaffen.