Samstag, 15. Dezember 2018
 

 

25.04.2007 00:07 Uhr | x gelesen
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97. Magenkrank


Bild: 97. Magenkrank.  Als er zurückkam, sah er nicht mehr sehr magenkrank aus, der Herr Hitzfeld. Das hat sich in den letzten Tagen grundlegend geändert.

Als er zurückkam, sah er nicht mehr sehr magenkrank aus, der Herr Hitzfeld. Das hat sich in den letzten Tagen grundlegend geändert.


So schön hatte er sich das gedacht. Die Liebe zum Fußball zurückgewonnen hatte er. Nun musste er feststellen, dass er keinen Schritt weiterkam als Felix Magath gekommen wäre. Ottmar Hitzfeld ist mit den Bayern da angekommen, wo er nie hinwollte: auf dem Weg in den Loser-Cup.

Für alle FCB-Hasser ist das ein Fest. Für die Spannung in der Liga auch. Der Gejagte ist gedemütigt, das ist emotional wichtig, und bald wird der Gejagte zum Jäger, wenn auch vermutlich nicht mehr in den letzten vier Spielen dieser Saison. Wenn da nicht der so oft zitierte Bayern-Dusel wäre, der Schalke schon einmal irrtümlich in den siegestrunkenen Rausch führt. Diesmal eher nicht.

Bei aller genießbaren Häme gibt es einen Haken: In den vergangenen Jahren waren es am Ende immer doch die Bayern, die die Punkte für das internationale standing der german bundesliga holten. Wenn nicht im nächsten Jahr einer der Nachfolger durchstartet, wird´s teuer. Denn wen interessiert schon die Champions League, wenn keiner zum Mitfiebern da ist? Da helfen dann selbst so tolle Spiele nicht wie das, was Manu und Milan jüngst ablieferten.

So sind die schwächelnden Bayern gut für die Dramaturgie – aber bitte nicht auf Dauer. Sonst könnte eines Tages die ganze Liga magenkrank werden – denn ohne Geld aus Europa fällt die deutsche Liga noch weiter zurück.


 


 

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Von Mathias Petry

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