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13.06.2006 22:14 Uhr | x gelesen
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67. Presssack goes WM (3): Wo ist Huggel?


Bild: 67. Presssack goes WM (3): Wo ist Huggel?.  Es soll ja auch im Ingolstädter Raum Leute geben, die mit einem der Außenseiter mitfiebern: Nein, nicht Klinsis Buben. Sondern: die Schweiz. Wie die sich für die WM qualifiziert hat, war begeisternd. Wenn jetzt noch der Huggel dabei wäre! Armes Frankreich.

Es soll ja auch im Ingolstädter Raum Leute geben, die mit einem der Außenseiter mitfiebern: Nein, nicht Klinsis Buben. Sondern: die Schweiz. Wie die sich für die WM qualifiziert hat, war begeisternd. Wenn jetzt noch der Huggel dabei wäre! Armes Frankreich.


Ja, der Huggel. Ein Mann für Bruno Morawetz. Wo ist Huggel, würde der sagen, wenn er ein Schweizer Spiel kommentieren dürfte. Und wieder: Wo ist Huggel? Oder vielleicht: Wer ist Huggel?

Tatsächlich kennt man den Mann nicht, wenn man kein eingefleischter Eintracht-Frankfurt-Fan ist, und wer ist das schon in bayerischen Landen. Ein paar Zugereiste vielleicht. Gut, Schweizer kennen ihn. Und Türken. Denn Huggel, der Gute, ist beidfüßig und beidhändig, was man nicht von jedem Spieler behaupten kann. Wo ist Huggel? Das fragten sich beim entscheidenden Qualifikationsspiel der Schweiz gegen die Türkei niemand mehr, als er sich provozieren ließ und eindrucksvoll bewies, dass Fußball ein Kontaktspiel ist. Eine Spur zu eindrucksvoll vielleicht, denn die Eindrücke, die seine Fäuste hinterließen, führten zu einer laaaaangen Sperre.

Wie das wohl gegen Frankreich gelaufen wäre für die Schweiz, mit dem Mann von der Eintracht? Wie wäre das müde Sicherheitsgekicke des 98er Weltmeisters abgestraft worden? Mit Huggel. Ja, der Huggel. Ojeee, Huggel.

Ohne ihn läuft nun alles wie erwartet. Die Schweiz und Frankreich werden im Gleichschritt ins Achtelfinale marschieren; die Eidgenossen vielleicht noch mit Unterstützung eines anderen Frankfurters, dem Christoph Spycher, nämlich. Und das ist das nicht völlig glücklich Machende an dieser WM, und die Frankfurt-Fans mögen es verzeihen: Wenn Spieler eines Mittelmaß-Teams der deutschen Mittelmaß-Liga ganze Nationalmannschaften nach vorne bringen können, lässt das tief blicken, was das Niveau des Turniers anbelangt.

Nicht einmal die Brasilianer sind richtig gut. Die kochen alle nur mit Wasser, sagt man jetzt, auch wenn die Brasilianer bei der Küchenarbeit immer noch ungeheuer elegant aussehen. Nur die Ruhe, liebe Leute, die WM geht ja erst los. Das war´s noch nicht. Ihr werdet schon sehen: Die Huggels dieser Welt kommen schon noch aus den Löchern. So wird´s sein. So, und nur so.


 


 

Was ist eigentlich dieser Presssack?
Alle früheren Folgen der DK-Online-Kolumne
sind unter www.donaukurier.de/kolumne nachzulesen.
Kontakt: presssack@donaukurier.de



Von Mathias Petry

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