Donnerstag, 13. Dezember 2018
 

 

17.11.2005 23:33 Uhr | x gelesen
    Drucken Text vergrößern

43. Messias


Bild: 43. Messias.  Es gab einmal einen Journalistenkollegen, der schrieb diesen legendären Einstieg: \

Es gab einmal einen Journalistenkollegen, der schrieb diesen legendären Einstieg: "Überall in der Welt, in Tokyo wie in New York, in Paris wie in London, in Berlin wie Amsterdam, in München und in *** (und hier kam ein Ort ganz in der Nähe) tragen Männer Bärte." Der Kollege ist heute nicht mehr da, aber er hatte fast Recht: Zumindest gibt es überall Männer, die genau wissen, dass sie nicht 60 Tage ihres Lebens mit Rasieren zubringen wollen. Soviel kommt nämlich zusammen, wenn man vom 20. bis zum 80. Lebensjahr täglich ungefähr fünf Minuten damit verbringt! 60 Tage! Und da reden Gewerkschaften von 28 oder 30 Tagen Urlaub!


Man muss das endlich einmal richtig einordnen! Wenn mann sich nicht jeden Tag fünf Minuten rasiert, kann er damit locker den tariflichen Verlust von zwei Tagen Urlaub pro Jahr wettmachen! Ungezähmter Bartwuchs bringt das Land nach vorn! Weit nach vorn! Und nicht nur das. Viele Männer bekommen mit einem Bart auch noch ein Gesicht. Vor allem jüngere Männer. Und, unnötig zu sagen: Wir Männer sehen ja heutzutage alle immer jünger aus. Mit 70 war man einst ein reiferer Herr, aber, Moment! Udo Jürgens ist 70. Und der Bastian ist 70. Und die beiden tragen nicht einmal Bart!

So wird Matthias Platzeck nicht nur zum Hoffnungsträger der SPD. Er wird zum Messias für alle Männer, denen Lebenszeit etwas wert ist, die wissen, dass Zeit Lebensqualität ist. Er zeigt uns: Erfolg mit Bart ist möglich, auch wenn alle sagen, dass es noch keiner mit Bart zum Kanzler gebracht hat. Hat eigentlich schonmal jemand La Merkel ungeschminkt fotografiert? Nein, sorry, das war jetzt nicht nett. Aber ... nein. Cut!

Äh, falsch, eben nicht cut. "Der Bart bleibt dran", hat Platzeck gesagt, und das ist auch gut so, um seinen PArteifreund zu zitieren. Es geht eben doch! Platzek zeigt es. Mit Bart hat er Papas Auftrag ausgeführt und ist zum Parteichef avanciert. Weil: Der Mann hat jeden Tag fünf Minuten mehr Zeit zu arbeiten oder sich in diesen fünf Minuten derat zu erholen, dass er danach unfassbar effizient arbeiten kann. Sensationell!

Fünf Minuten pro Tag. Das sind 35 Minuten pro Woche, über zwei Stunden im Monat, ein Tag pro Jahr. Danke, Matthias Platzeck! Und wehe, der Rasierer kommt doch zum Einsatz!!!


 


 

Was ist eigentlich dieser Presssack?
Alle früheren Folgen der DK-Online-Kolumne
sind unter www.donaukurier.de/kolumne nachzulesen.



Von Mathias Petry

Drucken  Drucken Artikel weiterempfehlen  Empfehlen Artikel verlinken  Artikel verlinken

Wenn Sie diesen Artikel von donaukurier.de verlinken möchten, können Sie einfach folgenden HTML-Code verwenden:

 

Vorlesen  PDF speichern  Leserbrief schreiben   Leserbrief Kommentare lesen/schreiben  Kommentieren
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!