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03.08.2005 15:21 Uhr | x gelesen
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31. All-eluja


Bild: 31. All-eluja.  Das Weltall hat da echt Pech. Es ist für Menschen nur beim ersten Mal interessant, oder wenn was schief geht. Als Ende Juli 1969 Armstrong und Aldrin auf dem Mond spazieren gingen, da klebte die Welt vor der Glotze. Aldrin war das wurscht, er war nur die Nummer zwei und weigerte sich seinerzeit, die Nummer eins auch nur ein einziges Mal zu fotografieren. Apollo 13 war auch spannend, als die Welt mit Lovell & Co wegen der sicheren Rückkehr bangte. Später musste die Nasa tricksen und mit John Glenn einen End-70er ins All schicken, um Aufmerksamkeit zu heischen. Auf die Aufmerksamkeit, die sie später ohne ihr Zutun bekam, hätte sie lieber verzichtet: Menschen starben beim Columbia-Absturz.

Das Weltall hat da echt Pech. Es ist für Menschen nur beim ersten Mal interessant, oder wenn was schief geht. Als Ende Juli 1969 Armstrong und Aldrin auf dem Mond spazieren gingen, da klebte die Welt vor der Glotze. Aldrin war das wurscht, er war nur die Nummer zwei und weigerte sich seinerzeit, die Nummer eins auch nur ein einziges Mal zu fotografieren. Apollo 13 war auch spannend, als die Welt mit Lovell & Co wegen der sicheren Rückkehr bangte. Später musste die Nasa tricksen und mit John Glenn einen End-70er ins All schicken, um Aufmerksamkeit zu heischen. Auf die Aufmerksamkeit, die sie später ohne ihr Zutun bekam, hätte sie lieber verzichtet: Menschen starben beim Columbia-Absturz.


Jetzt sind sie wieder oben, und viele zittern mit. Immerhin wurde der Notfall-Reparateur Steve Robinson Fernseh-gerecht ausgesucht: Unter seiner Haube hat er etwas Ähnlichkeit mit Hollywood-Altstar Gene Wilder. Da kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen, hoffen wir alle.

8s-kreis2 sob
Weniger technische Probleme haben dagegen die anderen Aliens, die derzeit rund um Schrobenhausen – im Südwesten Ingolstadts – landen. Zum zweiten Mal haben sie unvorsichtigerweise Kornkreise hinterlassen, einen gut sichtbar, den anderen – bei Hörzhausen – sehr versteckt. Logisch – die sind ja auch nicht da, um Menschen zu belustigen, sondern ergeben sich halt, wnen man so ein Raumschiff landet. Oder so. Vielleicht. Man weiß es nicht genau.

Jedenfalls hatten die Leute auf der Columbia ganz schön Pech, dass sie dauernd an ihrem Gefährt rumschrauben mussten wie ein 15-Jähriger an seinem Zündapp-Mofa. So haben sie verpasst, wie die Aliens von Alpha Centaurii oder Beteigeuze an ihnen vorbeirauschten, um in Schrobenhausen Zwischenstation zu machen. Mittlerweile dürften sie auch gemerkt haben, dass die Spargelsaison längst vorbei ist. Nächstes Jahr werden die Aliens also hoffentlich früher vorbeischauen. All-eluja!



Was ist eigentlich dieser Presssack?
Alle früheren Folgen der DK-Online-Kolumne
sind unter www.donaukurier.de/kolumne nachzulesen.



Von Mathias Petry

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