Dienstag, 18. Dezember 2018
 

 

08.06.2005 20:01 Uhr | x gelesen
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27. Sommertheater (1)


Bild: 27. Sommertheater (1).  Bis es zu den Neuwahlen kommt, wenn es denn wirklich geschieht, fließt noch viel Wasser die Donau hinab. Verdammt viel. Was da noch alles passieren kann!

Bis es zu den Neuwahlen kommt, wenn es denn wirklich geschieht, fließt noch viel Wasser die Donau hinab. Verdammt viel. Was da noch alles passieren kann!


Bis es zu den Neuwahlen kommt, wenn es denn wirklich geschieht, fließt noch viel Wasser die Donau hinab. Verdammt viel. Was da noch alles passieren kann! Vor der Politik kommt nämlich der Sommer. Die Menschen machen Urlaub, verreisen, um zu Baden oder zu feiern oder zu essen oder zu spielen oder zu lieben oder zu lesen oder zu tauchen oder zu biken oder alles zusammen. Was dann überhaupt niemanden interessiert, ist die Berliner Politik. Nicht mal dann, wenn man dem Auslandstrip beschauliche Tage in Balkonien vorzieht.

Denn was in diesen nächsten Wochen auf die Bürger zukommt, ist die politisch dämlichste Zeit des Jahres: das Sommertheater. Jahr für Jahr drängen sich dann Hinterbänkler in die vordere Linie und machen mit irrwitzigen Ideen Schlagzeilen. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Die Bürger fragen sich, ob die hochbezahlten Politiker in Berlin alle noch ganz dicht sind und sind froh, wenn sie von Politik am besten gar nichts mehr hören. Danach wundert sich dann noch jemand, wenn die Leute keine Lust auf Demokratie haben.

Heuer kommt es noch besser: Sommertheater im Wahljahr!

Was das bedeutet, haben wir jetzt schon einmal erfahren dürfen. Der erste Akt geht so: Schröder will angeblich gar keine Neuwahlen, sondern zurücktreten, um Münte Kanzler werden zu lassen! Toll! Warum nicht gleich Gabriel? Oder warum eigentlich nicht Trittin? Wäre doch spannend, wo der noch überall aussteigen oder Pfandmarken haben will! Als Kanzler würden ihm sich da ganz neue Möglichkeiten auftun. Und schuld soll der Bundespräsident sein! Der Horst, das kleine Plappermaul. Da kommt Freude auf. Und da sage noch jemand, die Spaßgesellschaft sei zu Ende!

Fortsetzung folgt



Was ist eigentlich dieser Presssack?
Alle früheren Folgen der DK-Online-Kolumne
sind unter www.donaukurier.de/kolumne nachzulesen.



Von Mathias Petry

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