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08.04.2005 13:48 Uhr | x gelesen
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23. Entgleisungen


Bild: 23. Entgleisungen.  Ein komisches Jahr, dieses 2005. Die Welt macht merkwürdige Sachen mit den Menschen auf dem Planeten. Die Mundwinkel von Angela Merkel unterliegen der Erdanziehung. Michael Mittermeier will das nicht sehen und vermutlich ist er nicht der einzige. Da tut sich ein Abgrund auf für die Ost-Physikerin, so tief wie der unter Heide Simonis, aus dem Carsten Harry Petersen oder Peter Carsten Harrysen nach oben grinst. Um ihn herum die 29 Parteifreunde, die es alle nicht waren.

Ein komisches Jahr, dieses 2005. Die Welt macht merkwürdige Sachen mit den Menschen auf dem Planeten. Die Mundwinkel von Angela Merkel unterliegen der Erdanziehung. Michael Mittermeier will das nicht sehen und vermutlich ist er nicht der einzige. Da tut sich ein Abgrund auf für die Ost-Physikerin, so tief wie der unter Heide Simonis, aus dem Carsten Harry Petersen oder Peter Carsten Harrysen nach oben grinst. Um ihn herum die 29 Parteifreunde, die es alle nicht waren.


In Österreich muss es auch ein Erdbeben gegeben haben. Jedenfalls hat irgendwas dem Haider derart das Hirn durchgeschüttelt, dass der wieder Parteien gründet, was doch nun wirklich nicht Not tut. Lass ma stecken, Jörg, und bleib einfach Räuberhauptmannoder Landeshauptmann oder was auch immer. Und Vorsicht: Noch so eine Entgleisung, und dem steirischen Stier, Gouverneur Arnie, bleibt keine andere Wahl, als Hillary das Präsidentenamt kampflos zu überlassen und Kärnten zu terminieren, und die Steiermark gleich mit.

So genau geht das ja bei den Amis nicht. Hollywood bebt schon jetzt, ohne dass Arnie was tun muss. Clint Eastwood raubt Leonardo Di Caprio mit einem Million Dollar Baby für eine Handvoll Dollar den begehrten Oscar. Michael Jackson schaut lieber Pornos, als dass er selbst Videos dreht, einFehler. Er könnte es vermutlich gar nicht mehr. Der Mann bewegt sich längst derart schneckenhaft in den Gerichtssaal, dass man sich ernsthaft fragen muss, wie der einstige King of Pop mit den 13-jährigen Jungs die Treppe aus dem Weinkeller heraus geschafft haben soll.

Charly

Apropos Wein: Dem Prinz Charles seine Rabenmama lässt ihren Lieblingssohn auch nicht im Weinkeller spielen wie er lustig ist. Eifersucht, nichts als Eifersucht, wo Söhnchen doch endlich die Frau heiraten will, die er mehr liebt als Mama – wer erinnert sich nicht an die lustigen Tonbandaufnahmen mit dem Tampon, die ein Samuel Becket („Das letzte Band") niemals hätte erfinden können. Die Quittung: Nix Schampus, sondern walisischer Sauerampfer zur Trauung. Da muss doch die Welt aus den Fugen geraten, oder?

Ja, die Welt entgleist, und es wird allmählich Zeit, dass der Sommer kommt, der ein Stück Normalität zurückbringt: die Möchtegern-Italienisierung mit Latte und Tramezzino im Biergarten. Hurra!

Nur im deutschen Fernsehen ist alles noch völlig normal. In der Minute, als der Papst heimgerufen wurde, zeigte Pro 7 den Film „Stirb langsam, Teil 2". Wenigstens auf den ganz normalen Wahnsinn ist noch Verlass.


Was ist eigentlich dieser Presssack?
Alle früheren Folgen der DK-Online-Kolumne
sind unter www.donaukurier.de/kolumne nachzulesen.



Von Mathias Petry

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