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17.12.2004 19:07 Uhr | x gelesen
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2. Pärchenbildung


Bild: 2. Pärchenbildung.


Wenn das keine Bilder waren, die die Welt bewegten (soweit die Welt sie wahrgenommen hat): Pocher und Raab stürzten sich vor durchschnittlich 4,83 Millionen Zuschauern gemeinsam in die Tiefe und nicht wenige hätten gehofft, dass kein Wasser drunter ist. War es aber, und die beiden hatten trotzdem Glück, weil ihnen nur Hugo Egon Balder und nicht Elton hinterhersprang, sonst wären am Ende alle platt gewesen. Ungefähr so, wie Ben, der zuvor schmerzvoll abgestürzt war, als er alleine sprang. Im Duett mit Bürger Lars Dietrich machte der Schmusesänger seine Sache dagegen bestens, beim großen Wasserspring-Festival in Pro7.
 
"Das große TV total Turmspringen" - Ingolf Lück und Stefan Raab
Nachdem er in voller Montur vom Zehn-Meter-Turm gesprungen ist, spricht Fernseh-Moderator Ingolf Lück (l) am Donnerstag (16.12.2004) in der Olympia-Schwimmhalle in München mit Gastgeber Stefan Raab. Die beiden starteten im Rahmen des Wettbewerbs "Das große TV total Turmspringen". An der live ausgestrahlten und von Raab initiierten TV-Show nahmen unter dem Motto "Runter kommen sie alle" zahlreiche prominente Gäste teil. Foto: Matthias Schrader dpa/lby +++(c) dpa - Bildfunk+++
A3483 Matthias Schrader (dpa)

Natürlich war Ben im Duett besser. Das ist meistens so. Ohne Jin kein gescheites Jang, das hat die Weltgeschichte längst gelehrt. Dick ohne Doof, Bonny ohne Clyde, Starsky ohne Hutch – wer hätte das sehen wollen? So jubelt der ERCI mit Marco Sturm und Andy McDonald, und das hoffentlich bis zum Ende der Saison, und etwas Besseres hätte Harald Schmidt überhaupt nicht passieren können, als dass sich ihm Thomas Gottschalk wenige Tage vor Sendestart auf die Fersen setzt. Pärchenbildung, dann klappt´s auch mit dem Nachbarn. Wo war der Partner bei Anke Late Night? Hinter dem Bass, zu weit weg. Dass die Comedy-Queen floppte, geschah unter anderem auch mangels besserer Hälfte, die man im Fernsehjargon Sidekick zu nennen pflegt.

In diesen Tagen kurz vor dem Weihnachtsfest ist in der Welt wieder einmal Lustige-Pärchen-Zeit. Saddam trifft seinen Anwalt und sorgt so für ein kurzes Aufflackern in den tiefsten Rindenschichten der Gedächtnisse der Menschen. Richtig, den gibt´s ja auch noch. Ob´s ihm jetzt wohl besser geht als im Frühwinter 2003 im Erdloch bei Tikrit? Was macht der Mann jeden Tag, jetzt, wo er ein Single ist und sein (Des-)Informationsminister Sajjid el Sahhaf ihn nicht mehr täglich mit löblichen Falschmeldungen unterhält?

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Das Pärchen der Woche bilden allerdings Stefan Raab und Porno-Ralle. 102000 Euro für Cora e.V. durch T-Shirt-, Kappen- und Fahnenverkauf - das ist aller Ehren wert. Was haben wir mitgelitten im laut Schumi II gefakten Bild-Interview, in dem RTL-Boxenluder Kai Ebel fast weinte. Wie war das? „Wer Cora kennt, der weiß, was sie für eine schwere Zeit durchmacht, aber sie wird es schon schaffen.“ Genau.

Doch am Freitag kamen zwei andere, um das wahre Pärchen der Woche zu werden! Oli Kahn und Jens Lehmann werden also versuchen, sich gegenseitig in der Champions-League rauszuwerfen. Es könnte ein Kampf mit ungleichen Waffen werden, der eine im Tor, der andere auf der Bank. Aber weil ja ohnehin die Mannschaft der Star ist, ist es ziemlich wurscht, ob der eine Bälle und der andere die Klappe hält. Oder umgekehrt. 2006 wird eh keiner von beiden im Tor der Nationalmannschaft stehen, sondern der lachende Dritte. Timo Hildebrand! Es sei denn, Lothar Matthäus oder Otto Rehakles bringen bei ihrer Hilfsaktion in der dritten Kreisliga den Lokomotive-Leipzig-Keeper noch ganz groß raus.

Ja, die Pärchenbildung. Da gäbe es noch vieles zu erzählen. Vielleicht gibt es ja in den nächsten Tagen und Wochen neue, spannende Konstellationen.

Oder fallen Ihnen andere Traumpaare der Welt ein, die einer besonderen Würdigung bisher entgangen sind? Dann halten Sie mit Ihren heißen Tipps nicht hinterm Berg. Einfach unten auf der Seite auf „Forum“ klicken, und schon kann die fröhliche Pärchenbildung weitergehen!


Von Mathias Petry

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