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24.03.2003 20:30 Uhr | x gelesen
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"Schokolade und Chili"


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So hat sie sich von Ingolstadt vor zwei Jahren verabschiedet: mit strahlendem Blick auf ein begeistertes Publikum, nach der grandiosen Darstellung von drei Violinkonzerten von Mozart. Nun kommt der Geigenstar Anne-Sophie Mutter am 5. Mai wieder in den Ingolstädter Festsaal, um ein pikant gewürztes musikalisches Menü zu servieren: "Tango Song and Dance" heißt ihr Abend für die Sommerkonzerte, der in Zusammenarbeit mit dem Ingolstädter Konzertverein veranstaltet wird. In einem Gespräch mit unserer Zeitung hat sie die Stücke dieses Abends als "ein Tablett voll Schokolade und Chili" beschrieben.


Anne-Sophie Mutter
Anne-Sophie Mutter in Ingolstadt.
Foto: Audi-Kulturfonds

Begleitet vom Pianisten Lambert Orkis, ihrem ständigen Kammermusikpartner seit 1988, wird sie alles spielen, was fetzig ist, was unterhält und was Spaß macht. Liedhaft-Delikates zur Einleitung von Gabriel Fauré (dessen 1. Violinsonate), Temperamentvolles von Johannes Brahms (Ungarische Tänze), höllisch schwere Transkriptionen vom Geigenkollegen Jascha Heifetz (Auszüge aus Gershwins "Porgy and Bess"), süßliche Wiener Schmankerln von Fritz Kreisler und natürlich in deutscher Erstaufführung das titelgebende Werk von ihrem Ehemann André Previn: "Tango Song and Dances".

Aber Anne-Sophie Mutter will mehr als nur unterhalten: Sie will in ihrem Recital mit der Geige in der Hand sich zu den Wurzeln der Musikgeschichte vorarbeiten, zu jenen Tänzen und Volksliedern, "die über Jahrhunderte Komponisten immer wieder inspiriert haben". Das klingt bildungslastig, anstrengend akademisch. Andererseits: Wer würde sich nicht sehr gerne von einer so klugen und süffig musizierenden Geigerin auch ein bisschen belehren lassen? Das Vernügen, so viel wissen wir, kommt in ihren Konzerten schließlich niemals zu kurz.

"Tango Song and Dance" mit Anne-Sophie Mutter (Geige) und Lambert Orkis (Klavier). Ingolstadt, Festsaal, 5. Mai, 20 Uhr. 


Jesko Schulze-Reimpell

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