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11.05.2003 19:15 Uhr | x gelesen
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Spaß am Laufen ist für die "Runningkids" wichtiger als der Sieg


Bild: Spaß am Laufen ist für die

Ingolstadt (iso) Bevor die Erwachsenen zum 3. Ingolstädter Halbmarathon an den Start gingen, gehörte der Abschnitt zwischen Rathausplatz und Donaubrücke den Kindern. "Das Ganze soll kein Wettkampf sein, sondern die Kinder sollen Spaß am Laufen erleben", erklärte Alfred Pleier, Trainer beim MTV, der den Kinderlauf mit seinen Teamkollegen vorbereitet hat.


Läufer
Die jungen Läufer beim Start vor dem Alten Rathaus.

Diesmal tummelten sich etwa 1000 Kinder rund um den Startplatz vor dem Alten Rathaus - die Jüngsten sind gerade mal fünf, die Ältesten 13 Jahre alt. Je nach Jahrgang muss eine Strecke zwischen 500 und 1000 Metern bewältigt werden, etwa acht Durchgänge sind geplant. Entlang der Strecke haben sich die Mütter, Väter, Omas und Opas postiert, um den Läufernachwuchs so richtig anzufeuern. Und obwohl es keine Zeitnahme gibt, übertreiben es manche Erwachsene mit ihrem Ehrgeiz, meint eine Betreuerin vom MTV: "Manchmal sind die Eltern ehrgeiziger als ihre Kinder!"

Durchhalten trotz blutiger Knie

Pünktlich um 13.30 Uhr fällt der erste Startschuss und die erste Gruppe der "Runningkids" gibt ihr Bestes. Der Startplatz ist dieses Jahr wesentlich großzügiger dimensioniert - dennoch kommt es im Startgetümmel bei den ersten Läufen zu Stürzen. Und mit großem Applaus wird ein Bub belohnt, der trotz einer blutigen Schürfwunde am Knie dem Feld hinterherläuft.

Nach knapp drei Minuten sind die ersten jungen Läufer und Läuferinnen im Ziel: Auf jeden wartet eine Medaille und eine Erfrischung. Sofort sind die Eltern mit ihren Kameras zur Stelle, um die Siegerfotos festzuhalten. "Anstrengend", fand der vierjährige Kai aus Ingolstadt den Lauf. Er gehörte zu den jüngsten Teilnehmern.

Richtig "cool" schauen die Nachwuchssportler aus, die alle am dunkelblauen T-Shirt mit dem weißen Puma auf der Brust zu erkennen sind. Einige tragen Sonnenbrillen wie die Großen. Mit gelben Turnschuhen lassen sich gleich viel größere Schritte tun. Topmodisch sind außerdem Baseballkappen in allen Farben. In der Mittagssonne schwitzen nicht nur die jungen Sportler. Auch die große blaue Maus, das Maskottchen, gönnt sich zwischendurch mal einen Schluck Wasser.

An der Strecke sind überall Betreuer postiert, um die zu trösten, denen die Strecke zu lang wird. Nach anfänglichen kleineren Karambolagen am Start werden die nachfolgenden Durchgänge vorsichtiger gestartet. Entsprechend wenig haben die Sanitäter zu tun, die nur ein paar Pflaster für kleinere Schrammen verteilen müssen.

Orden für die Kinderzimmerwand

Als die zehnjährige Sandra Eichhorn durchs Ziel kommt, sieht sie noch richtig fit aus, während andere schon ganz schön schnaufen. Ihr hat der Lauf viel Spaß gemacht, "gut organisiert" ist ihr Kommentar. Die Geschwister Michaela (6) und Manuel Moßburger (bald 5) werden ihre Orden daheim an die Wand hängen. Und im nächsten Jahr sind sie wieder dabei, "logisch".

Die beiden Sportsfreunde Matthias Limbacher und Dennis Nißl (beide 9) sind stolz, als dritter und fünfter über die Ziellinie gelaufen zu sein. Kein Wunder, spielen die beiden doch beim TSV Etting Fußball. Trotzdem sei der Lauf "anstrengend" gewesen, meinen sie: "Man hat die Beine nicht mehr gespürt."


Isolde Asbeck

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