Ingolstadt

Wirklich der finale Akt?

An der Unterführung Ettinger Straße werden feine Risse beseitigt

08.08.2017 | Stand 02.12.2020, 17:40 Uhr
Bislang Verkehrsbehinderungsprojekt: Von der Unterführung an der Ettinger Straße können sich die Bauarbeiter nicht trennen. −Foto: Hauser

Ingolstadt (hl) Den Anwohnern aus dem ganzen Viertel, aber natürlich auch vielen Autofahrern, die hier täglich vorbei müssen, hängt es zum Halse heraus: Warum in der neuen Unterführung an der Ettinger Straße schon wieder gewerkelt und dazu die Röhre seit Tagen auch wieder (nebst oberirdischen Behinderungen) jeweils in einer Fahrtrichtung gesperrt werden muss, das kann nach drei Jahren Baustellenbetrieb und erst kürzlich gegebenem Versprechen der Stadt, dass nun endlich alles fertig sei, eigentlich niemand mehr verstehen.

 

Mancher glaubt schon, dass die Prognose der Planer, dass der Verkehrsfluss hier nun nachhaltig verbessert werde, durch ewige Rumfummelei an der Kreuzung geradezu ad absurdum geführt wird. Doch Walter Hoferer, Chef des städtischen Tiefbauamtes, glaubt, dass nun wirklich bald das Ende von Warnbaken und Sperrschildern gekommen ist: Nur weil bei der Endabnahme der Baustelle feine Risse in den Betonwänden der Unterführung gefunden worden seien, so der Baufachmann, müsse dort jetzt noch etwas nachgearbeitet werden. Eine eindeutige Erklärung für die zunächst mal nur kosmetischen Mängel sei bislang nicht gefunden worden, sie fielen aber unter die Gewährleistungspflicht der ausführenden Firma und würden nun durch Einpressen von Kunststoff beseitigt.

Dass am späten Montagabend dann auch noch mitten auf der Kreuzung wieder einige Fahrspuren durch Bautafeln abgeriegelt waren und Arbeiter mit schwerem Gerät auf dem fast noch frischen Asphalt herumstocherten, hat Augenzeugen weiteres Kopfzerbrechen bereitet: Drohte da schon wieder ein neuer Akt einer womöglich unendlichen Geschichte? Walter Hoferer kann auch da beruhigen: Die Nachtbaustelle hatte demnach Episodencharakter; es sei darum gegangen, einige Kanaldeckel etwas sauberer in die Fahrbahnoberfläche einzuarbeiten, als das zuvor geschehen sei.

Für die kleine Fläche, die am südwestlichen Eck der Kreuzung durch Wegnahme der vormals separat geführten Rechtsabbiegerspur in Richtung Ringstraße entstanden ist, hat die Stadt übrigens noch etwas Grün vorgesehen. Auf dem Platz, an dem sich auch ein Café befindet und der deshalb von Fußgängern ganz gut frequentiert wird, sollen im Herbst noch zwei junge Bäume gepflanzt werden. Und dann soll der Umbau endlich, endlich abgeschlossen sein. Heißt es.