Roth

"Wir können uns sehr gut sehen lassen"

Beim Tag der offenen Tür präsentiert die Berufsschule Roth die Vielfalt der Berufsausbildung

08.04.2019 | Stand 23.09.2023, 6:33 Uhr
  −Foto: Tschapka

Roth (HK) Alle zwei Jahre öffnet sich das Rother Berufsschulzentrum beim Tag der offenen Tür für die Öffentlichkeit. Am Sonntag war es wieder so weit, und die vielen Besucher wurden nicht enttäuscht, denn die Einblicke in die unterschiedlichen Berufswelten boten viel Abwechslung.

"Wir können uns mit unserem Berufsschulzentrum sehr gut sehen lassen", betonte Schulleiter Michael Greiner bei der Eröffnung im Werkstätten-Trakt der Metallabteilung. "Wir wollen heute die Ausbildung in den Fokus der Gesellschaft bringen, und dabei auch Wege aufzeigen, die für Gymnasiasten interessant sind", sagte Greiner, denn gerade diese Schulabgänger könnten ihre praktischen Fähigkeiten in der Berufsschule weiterentwickeln und so ihr theoretisches Wissen ergänzen. Laut Greiner gibt es derzeit einen regelrechten Boom im Elektrobereich, auch habe man derzeit so viele Metall-Schüler wie noch nie.

"Bei uns hat jeder die Gelegenheit, sein persönliches Humankapital zu bilden, um in der Arbeitswelt erfolgreich zu sein", betonte Greiner. In einem kurzen Vortrag stellte er die vielen Fachbereiche und möglichen Schulabschlüsse vor und stellte dabei einige Besonderheiten in den Vordergrund. Zu diesen zähle auf alle Fälle das Nutzfahrzeugzentrum, welches mit seinen drei Lkw-Hallen, aus denen man "direkt aus der Werkstatt in das Klassenzimmer wechseln kann", das wohl am besten aufgestellte in ganz Mittelfanken sei. Speziell für auswärtige Schüler sei das an diesem Tag ebenfalls für die Öffentlichkeit zugängliche Schülerwohnheim mit seinen insgesamt 57 Plätzen ein tolles Angebot der Berufsschule. Das weitläufige Schulzentrum mit allen seinen Fachbereichen ließ sich am besten auf dem ausgeschilderten Rundgang erforschen. Auf dem Schulhof präsentierte noch einmal die Abschlussklasse der Technikerschule ihre in Teamarbeit entstandenen Offroad-Elektrofahrzeuge (siehe eigenen Bericht), mit denen die Besucher eine Runde drehen konnten.

Bei den Friseuren wurden an Puppenköpfen die neuesten Frisurentrends präsentiert, ebenso wie die perfekte Maniküre an künstlichen Händen. In der Abteilung "Landwirtschaft" waren zahlreiche anatomische Modelle von Nutztieren zu sehen, außerdem konnte man bei einem Quiz sein Wissen über Saatgut unter Beweis stellen. Selber Hand anlegen an einer Airbrush-Pistole durfte man bei den Malern und Lackieren, bei denen auch mit Blattgold gearbeitet wurde. In den Holz-Werkstätten mit den hohen Decken, sowie auf einer Freifläche präsentierten die Schreiner und Zimmerer, was sie alles in ihrer Ausbildung lernen. Beeindruckend modern und auf den neuesten Stand der Technik sind die Fachbereiche für Elektro- und Metalltechnik, in denen futuristische Maschinen surrten und hinter den Plexiglasscheiben die Metallspäne flogen. Auf großes Interesse stießen auch die Aktivitäten der Mechatroniker in der Kfz-Abteilung, in der die Leistung eines elektrischen BMW i3 auf dem Prüfstand gemessen wurde. Anschließend durften die Besucher auch einen Blick unter die Motorhaube werfen und waren überrascht, wie wenig Platz der Elektromotor braucht.

Für das leibliche Wohl war beim Tag der offenen Tür der Berufsschule auch gesorgt, zum Teil direkt in den Abteilungen oder im Zentrum der Schule, der Pausenhalle im Schülercafé. Dort fanden sich auch zahlreiche Informationen bezüglich der beruflichen Weiterbildung, denn auch mit dem Abschluss der Berufsausbildung hört das Lernen schließlich nicht auf.

Tobias Tschapka