Hilpoltstein

Wertvolles Wissen

Berufsschüler informieren sich bei Zimmerer und im Museum

16.10.2013 | Stand 02.12.2020, 23:33 Uhr

Über moderne und historische Holzbautechniken haben sich die 40 Auszubildenden des Zimmererhandwerks informiert. - Foto: privat

Hilpoltstein (HK) Über moderne Holzbautechniken und deren praktische Anwendungsmöglichkeiten haben sich im Rahmen eines Kooperationsprojekts zwischen dem Museum Schwarzes Roß und Holzbau Dirsch aus Eckersmühlen 40 Auszubildende des Zimmererhandwerks informiert.

Die Lösung der logistischen Probleme und die geringen Maßtoleranzen bei den hochinnovativen Produkten wie den Hausbooten oder der großen Flusssauna für die Emser Therme in Bad Ems beeindruckten die angehenden Zimmerer sehr. Die hohen Anforderungen, die an die Gestaltung und Ausführung gestellt wurden, mussten von der Gesamtanlage – in der Holz und Glas vorherrschen – übernommen werden.

Nach einer Brotzeit fuhr die Gruppe weiter zum Museum Schwarzes Roß in Hilpoltstein. Die anschließende Führung beschränkte sich auf die Darstellung des historischen Holzbaus. Gezeigt und diskutiert wurden die Entwicklung des Fachwerkbaus im Laufe der Jahrhunderte, die unterschiedlichen Ausfachungen, deren baubiologische Eigenschaften und die Holzverbindungen. Dabei wurde auch Wissen vermittelt, das häufig schon in Vergessenheit geraten ist. Für Zimmerer, die sich an Restaurierungen beteiligen, ist dieses Wissen unumgänglich, wenn sei eine qualifizierte Leistung erbringen wollen.

Am morgigen Freitag wird Manfred Dirsch ab 19 Uhr in der Reihe „baufreitag“ in seinen Werksräumen, Lösmühle 4 in Eckersmühlen, detailliert über das Projekt „Flusssauna Bad Ems“ berichten. Dem schließt sich ein Vortrag von Christian Stadler an. Der Zimmermeister und Bautechniker befasst sich mit der Restaurierung eines historischen Gebäudes, seiner Entstehungs- und Baugeschichte sowie den jeweiligen Arbeitsbedingungen. Die dabei gezeigten Videos entbehren – jedenfalls aus heutiger Sicht – nicht einer gewissen Komik. Die Teilnahme am „baufreitag“ ist kostenlos, eine telefonische Anmeldung unter (0 91 71) 38 26 wird aus organisatorischen Gründen erbeten.