Pfaffenhofen
Wenn die Menschen in der Kirche aufstehen

Munich Goes Gospel begeistern mit Stimmgewalt in der evangelischen Kreuzkirche

17.11.2019 | Stand 23.09.2023, 9:30 Uhr
Wolfgang Kollmeyer
Gut war die Stimmung beim Auftritt von Munich goes Gospel in der evangelischen Kreuzkirche in Pfaffenhofen. −Foto: Kollmeyer

Pfaffenhofen (PK) Bis auf den letzten Platz besetzt gewesen ist die evangelische Kreuzkirche in Pfaffenhofen am Samstagabend beim vorweihnachtlichen Gospel-Konzert des Karlsfelder Gospelchores Munich goes Gospel.

Der mit 25 Personen angereiste Chor war so stimmgewaltig, dass die Kirche dröhnte.

Der Solist Christian Deusen übernahm die Vertretung von Chorleiterin Caroline von Brünken. Er hatte den Chor voll im Griff. Schwungvoll und mit vielen Solo-Parts, aber auch einzelnen Rap-Einlagen, waren die Gospelsongs. Nicht nur kirchliche Lieder waren im Repertoire, auch Popsongs wie "Man in the Mirror" von Michael Jackson oder von Carole King "You've got a Friend".

"Auch wenn es Popsongs sind, hier kommt es uns auf die Texte an", so Deusen. Überwiegend sang der Chor kirchliche Lieder aus den schwarzen Kirchen Amerikas wie "Halleluja, I pray to the Lord" oder "Gloria Halleluja". Der Chor war bei seinen Songs immer in rhythmischen Bewegungen und klatschte den Takt.

Chorleiter Deusen forderte die Konzertbesuche auf, mitzumachen, zu klatschen und sogar zu tanzen, wenn ihnen danach sei, "denn wir machen kein klassisches Konzert, wir zelebrieren das Konzert als musikalischen Gottesdienst, auch wenn wir nicht in Harlem sind".

Das Publikum ließ sich von der Power des Chores immer wieder mitreißen. Deusen erläuterte zwischendurch auch immer wieder die englischen Texte und Chormitglieder verlasen besinnliche Texte zum Nachdenken wie "Geh Deinen Weg, lass Dich nicht aufhalten". Beim Song "Don't pass me by" forderte Deusen die Besucher auf, nicht nur mitzuklatschen, sondern aufzustehen, was die meisten auch spontan mitmachten.

Etwas ruhiger wurde es beim Song "You are so beautiful", geschrieben von Billy Preston und von Joe Cocker berühmt gemacht. Die Kirchenbesucher dankten dem Chor jedes Mal mit tosendem Beifall nach den Stücken und ohne Zugaben kamen die Chormitglieder zum Schluss nicht von der Bühne im Altarraum.

Der Gospelchor besteht seit 2012 und ging aus dem Gospelchor "Albert C. Humphrey and his Voices of Gospel" hervor. Ihm gehören 40 Männer und Frauen jeder Altersstufe an.
 

Wolfgang Kollmeyer