Fünf Tipps vom Experten

Weniger Energieverbrauch beim Streamingabend auf dem Sofa

05.12.2021 | Stand 13.12.2021, 3:33 Uhr
Symbolbild −Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Video-Streaming kann eine Menge Energie verbrauchen.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale gibt fünf unkomplizierte Tpps um vom Sofa aus Strom zu sparen.

An den kalten Wintertagen im Advent, rund um Weihnachten und Neujahr, verbringen wir viel Zeit zu Hause. Streamingdienste wie Netflix, Disney+ und Amazon Prime gehören bei vielen für den gemütlichen Abend auf dem Sofa mittlerweile zum Standardprogramm. Für die Bereitstellung dieser Dienste sind allerdings riesige Serverfarmen notwendig, auf die täglich millionenfach zugegriffen wird. Ein echter Energiefresser. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale stellt deshalb pünktlich kurz vor dem ersten Advent eine Reihe praktischer Energiespartipps vor, um die eigene CO2-Bilanz vom heimischen Sofa aus aufzubessern.

Laut einer Studie des "Think Tank Shift Project" sorgt Video-Streaming aufgrund der Bewegtbilder, die energieintensivste Art des Streamings, für mindestens ein Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. In Deutschland seien mehr als drei Viertel aller übertragenen Daten Videos, so die Verbraucherzentrale. Zugleich kommt sie zu dem Schluss: "Aus diesen Gründen auf Streaming zu verzichten ist realitätsfern. Wer diese Dienste jedoch nutzt, sollte wissen, wie energiehungrig alltägliche digitale Vorgänge sind", sagt Martin Brandis, Energieberatungsexperte der Verbraucherzentrale. Das einstündige Streamen eines Films entspreche in etwa der Emission eines Kleinwagens, der einen Kilometer weit fährt. Über mobile Daten ein Video in hoher Qualität zu Streamen, sei dabei die energieschädlichste Art von allen.

Damit man sich weiterhin gemütlich und ohne schlechtes Gewissen vor dem Fernseher setzen kann, bietet die Verbraucherzentrale ein paar leicht umzusetzende Ideen. Mit diesen fünf einfachen Tipps lässt sich der Energieverbrauch deutlich senken:

• Audiodateien verbrauchen nur den Bruchteil an Datenvolumen, welches Videos verbrauchen. Nutzen Sie zum Musikhören daher Musikstreaming-Dienste und nicht Youtube oder vergleichbare Video-Plattformen.

• Noch besser: Streamen Sie Musik nicht immer neu. Laden Sie ihre Lieblingssongs auf ein lokales Gerät herunter.

• Nutzen Sie für die Datenübertragung ein LAN-Kabel. Streaming über eine drahtlose Internetverbindung verursacht mehr CO2 als eine Übertragung per Kabel.

• Die Videoqualität macht den Unterschied. Wer die Auflösung um eine Stufe senkt, z. B. auf 720p oder 480p anstatt in voller HD-Auflösung zu schauen, verbraucht weniger Energie.

• Geräte so lange wie möglich nutzen: Mit dem Neukauf von Unterhaltungselektronik geht immer ein hoher Energieaufwand einher. Ist das alte Gerät kaputt, achten Sie beim Neukauf auf EU-Energielabel der Blaue Engel oder "TCO Certified".

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