Ingolstadt

Wenig Zeit für Pausen

Nachwuchskräfte von THW und Feuerwehren in gemeinsamer 24-Stunden-Übung

29.09.2013 | Stand 02.12.2020, 23:37 Uhr

Durch die Windschutzscheibe ins Autowrack: Nachwuchskräfte von THW und Ortsfeuerwehren aus dem Umland am Samstagabend beim Übungseinsatz an zwei schrottreifen Pkw - Foto: Rössle

Ingolstadt (hl) Dienst rund um die Uhr. Was für erfahrene Rettungskräfte die Regel ist, kann dem Nachwuchs nur übungsweise zugemutet werden: Das Ingolstädter THW und die Freiwilligen Feuerwehren aus Hepberg, Lenting und Stammham haben ihre Jugendgruppen am Wochenende auf Trab gehalten.

Einmal im Jahr sind die jungen Leute der Wehren und des Technischen Hilfswerks besonders gefordert. Dann müssen sie in einer 24-Stunden-Übung mehrfach zeigen, dass sie im Unterricht in ihren Abteilungen auch tatsächlich etwas gelernt haben. Das THW und die drei Ortsfeuerwehren aus der nördlichen Nachbarschaft, deren Kräfte auch bei Ernstfalleinsätzen immer wieder mal zusammenarbeiten, haben sich schon vor längerer Zeit in der Nachwuchsausbildung zusammengetan. Zum neunten Mal fand am Samstag und in der Nacht zum Sonntag dieser Langzeittest für die Nachwuchskräfte statt, diesmal wieder mal beim THW an der Marie-Curie-Straße.

Rund 40 Jugendliche verbrachten von Samstag- bis Sonntagmorgen in gemischten Gruppen eine spannende Zeit. Gleich mehrfach wurden sie zu simulierten Szenarien gerufen, die dann auch teils unter Blaulicht und Signalton mit Fahrzeugen des THW und der Feuerwehren angefahren wurden. Als Gruppenführer fungierte stets ein erfahrener Ausbilder.

So galt es mal, die Rettung von Verletzten aus einem Brunnenschacht zu bewältigen, mal war der Demlinger Steinbruch Schauplatz eines Einsatzes. Wasserrettung an der Donau und das Auslegen von Ölsperren standen ebenfalls im Anforderungskatalog.

Am Samstagabend war dann die Rettung von Unfallopfern aus Autowracks gefordert. Das THW hatte einen der (bereits vorher schrottreifen) Kleinwagen zuvor aus 15 Metern Höhe von einem Kranausleger abgeworfen, um Schäden nach einem Aufprall mit etwa 50 Kilometern pro Stunde darzustellen. Die jungen Helfer durften den beiden Karossen dann mit Rettungsspreizer und Hydraulikschere den Rest geben. Ein letzter nächtlicher Alarm bildete den Abschluss der Übung.