Thalmässing

Weg für Wald- und Bauernhofkindergarten ist frei

17.01.2018 | Stand 02.12.2020, 16:56 Uhr

Thalmässing (luf) In der Sitzung des Sozialausschusses im Dezember hatte es sich bereits angedeutet, jetzt machte der Marktgemeinderat Nägel mit Köpfen: Er erkannte den Bedarf von 15 Plätzen für Kinder zwischen zweieinhalb und sechs Jahren plus Schulkindbetreuung am Nachmittag an. Der Weg ist damit frei für einen Wald- und Bauernhofkindergarten in Offenbau.

Diesen will Claudia Dollinger-Höps auf dem Gelände des Biolandhofs Dollinger einrichten. Die Satzung für den hierfür nötigen Trägerverein, der sich bereits gegründet hat, liege derzeit dem Landratsamt zur Prüfung vor, sagte Bürgermeister Georg Küttinger (TL). Laufe alles wie geplant, könnte der neue Kindergarten zum 1. September an den Start gehen, ein Informationsabend für Eltern sei am 4. Februar geplant. Die Einrichtung habe "schon vier Anmeldungen", sagte Küttinger, auch eine Erzieherin, die neben Dollinger-Höps für die Betreuung zuständig wäre, sei schon gefunden. Die Personal- und Finanzierungskalkulation sei abgeschlossen, der Bauantrag für ein Blockhäuschen folge demnächst. Die laufenden Kosten sollten kein Defizit ergeben, die Investitionskosten in Höhe von 15 000 Euro wolle Dollinger-Höps selbst schultern, so der Bürgermeister. "Sie erwartet nichts von der Marktgemeinde." Sie sei aber wohl dennoch froh, wenn diese sich wie bei anderen Einrichtungen beteilige.

Die Ratsmitglieder bewerteten das Vorhaben positiv, der neue Kindergarten trage zur Vielfalt bei. Einzig Sabine Ronge (CSU), die Leiterin des Naturkindergartens Regenbogen, gab das Anliegen ihrer Kolleginnen weiter, dass die bestehenden Einrichtungen nicht gefährdet werden dürften. Kindergärten starteten im September gewöhnlich mit einigen freien Plätzen, erst im Lauf des Jahres würden sie voll; das Personal müsse man dann immer anpassen. Auch angesichts der vielen verkauften Bauplätze zeigte sich Küttinger aber sicher: "Der Bedarf ist da."