Greding

Von Arbeit geprägt

18.09.2011 | Stand 03.12.2020, 2:24 Uhr

Greding (mld) Auf 90 Lebensjahre blickt Maria Zaschke aus Greding zurück.

Mit sechs Geschwistern ist sie in Ketzelsdorf (Sudetenland) aufgewachsen, zwei Brüder sind in Russland gefallen und zwei Schwestern bereits verstorben. 1946 musste sie ihre Heimat verlassen, kam nach Österberg und arbeitete als Bauerndirn (wie es früher hieß). Dort lernte sie auch ihren Mann Josef Zaschke kennen, ein gelernter Konditor, der nach der Gefangenschaft nicht mehr in seine Heimat zurück konnte und in Österberg als Bauernknecht sein Brot verdiente.

1950 wurde Hochzeit gefeiert, drei Kinder geboren, zwei Söhne und eine Tochter. Nach 16 Jahren in Österberg baute sich die Familie Zaschke 1962 in Greding ein Haus. Der Ehemann arbeitete im Steinbruch, später in der Wehrtechnischen Dienststelle und starb 1987. Maria Zaschke arbeitete als Putzfrau 16 Jahre bei der Baywa und 21 Jahre als Haushaltshilfe im Gasthof Krone, wo sie wegen ihres mütterlich-freundlichen Wesens sehr beliebt war. „Mein Leben war immer von Arbeit geprägt, in der schweren Kriegs- und Nachkriegszeit hatten wir es nicht leicht“, sagt Maria Zaschke, die nach einem Sturz seit sieben Jahren im Altenheim wohnt.

Zum Ehrentag gratulierten neben den drei Kindern mit Ehepartnern ihre früheren Arbeitgeber, Freunde und Bekannte sowie Landrat Herbert Eckstein und Bürgermeister Manfred Preischl.