Eichstätt

Vom Nuntius bis zum Knabenseminaristen

Die Gästeliste für die Feierlichkeiten war 14 Seiten lang – Rund 1000 Einladungen

12.10.2014 | Stand 02.12.2020, 22:08 Uhr

 

Eichstätt (smo) So einen Auflauf erlebt Eichstätt nicht alle Tage. Vor der Schutzengelkirche ging es am Samstag zu, als wäre Bischofsweihe, im Festsaal des Alten Stadttheaters blitzten in den ersten beiden Reihen beinahe nur die roten und violetten Scheitelkäppchen der Kardinäle und Bischöfe.

Die Gästeliste liest sich wie ein „Who is Who“ aus Kirche, Politik und Gesellschaft: vom Apostolischen Nuntius angefangen bis zu den Knabenseminaristen. Vergessen einzuladen haben die Organisatoren anscheinend niemanden. Etwa 1000 Einladungen waren verschickt worden.

14 Seiten umfasste die Gästeliste für die Feierlichkeiten. 15 Bischöfe, darunter auch die Oberhirten aus den Eichstätter Partnerdiözesen Poona (Thomas Dabre), Gitega (Simon Ntamwana) und Leitmeritz (Jan Baxant) waren gekommen. Neben dem Päpstlichen Legaten nahm auch der frühere Münchner Erzbischof, Kardinal Friedrich Wetter, teil. Der 86-Jährige hat eine besondere Beziehung zum Seminar: Bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Speyer 1967 lehrte Wetter Fundamentaltheologie in Eichstätt.

Abgeordnete aus Bund und Land, das Eichstätter Domkapitel, Ordensangehörige – etwa die Äbtissin von Sankt Walburg, die Präsidentin der Katholischen Universität Gabriele Gien, ihr Vorgänger Richard Schenk und rund 20 Professoren hatten sich angesagt, ebenso wie die Mitglieder des Stadtrats und die Leiter der Eichstätter Schulen. Etwa 100 Priester, die allesamt im Collegium Willibaldinum studiert haben – etwa der frühere Domkaplan Bruno Fischer, der langjährige Pollenfelder Pfarrer Wolfgang Weber oder der ehemalige Mörnsheimer Ortsgeistliche Eduard Wittmann –, wollten sich das Fest nicht entgehen lassen. Auch Alumnen, die vor ihrer Priesterweihe abgesprungen sind, haben ihre Verbundenheit zum Haus gezeigt – genauso, wie viele Knabenseminaristen: Rund 70 hatten sich fest angemeldet.

Und auch die Mitglieder des Collegium Orientale haben sich beteiligt: etwa als Ordner oder Kellner beim Mittagessen. Gereicht wurde übrigens eine Festtagssuppe, Schweinebraten mit Knödel und als Nachspeise eine Kuchenauswahl.