Manching
Ungeahnte Dimensionen

Verein "Lebenswertes Manching" macht geplanten B16-Ausbau auf einem Acker sichtbar

25.10.2021 | Stand 29.10.2021, 3:34 Uhr |
Der geplante Ausbau der B16 zwischen B13 und Autobahnausfahrt sowie der große Kreisel samt Auf- und Abfahrten bei den Ortsteilen Oberstimm und Niederstimm/Pichl stößt auf breite Ablehnung. Vertreter des Vereins "Lebenswertes Manching" haben jetzt die Dimensionen dieses Bauvorhabens auf einem Acker sichtbar gemacht. −Foto: privat

Manching - Der geplante Ausbau der Bundesstraße 16 zwischen der Anschlussstelle B13 und der Autobahn ist nicht nur in Manching weiterhin ein umstrittenes Thema. Vor allem der künftige Straßenquerschnitt von 31 Metern (vier Fahrspuren ohne Tempolimit, ein Mittel- und zwei Seitenstreifen) erscheint vielen völlig überdimensioniert.

Der Verein "Lebenswertes Manching - Stopp B16-Ausbau" hat nunmehr mit einer Absteckaktion den Menschen die Ausmaße des geplanten Ausbaues in einem Teilstück bei den Ortschaften Niederstimm und Pichl und Oberstimm recht eindrucksvoll vor Augen geführt.

"Es muss jedem Bürger von Manching bewusst werden, dass der mehrspurige Ausbau der Bundesstraße 16 sowie auch die Auf- und Abfahrten in Niederstimm und Oberstimm/Pichl einen enormen Eingriff in die Umgebung bedeuten. Was gibt es da Besseres, als direkt davor zu stehen und es mit den eigenen Augen zu sehen?", sagt das Vorstandsmitglied Klaus Hüller, der in wochenlanger Planungsarbeit den genauen Verlauf und seine Ausmaße anhand der Pläne des staatlichen Bauamtes studiert und sodann auf Äckern ausgemessen hat.

Viele freiwillige Helfer des Vereins schlugen nach eigenen Angaben am Samstag Holzpfosten in die von den Bauern extra für diese Aktion schnell abgeernteten und bereitwillig zur Verfügung gestellten Äcker und machten mit Absperrband die Breite der einzelnen Fahrbahnen deutlich sichtbar, außerdem den Verlauf der neuen Zufahrtstraßen, Kreisel und Untertunnelung sowie den geplanten Lärmschutzwall. Margaretha Bauernfeind, Vorsitzende des Vereins: "Wir wurden bereits bei den Arbeiten darauf angesprochen, was hier denn entstehe. Die meisten Leute waren überrascht, als sie die tatsächlichen Ausmaße in der Realität gesehen haben." Auch viele Vereinsmitglieder, denen die Pläne eigentlich bereits aus den Unterlagen des Staatlichen Bauamtes auf dem Papier bekannt waren, seien angesichts der nun visualisierten Dimensionen schockiert gewesen.

So sei manchem Anwohner erst durch das Abstecken bewusst geworden, dass in einigen Jahren die Abfahrt von der B16 Richtung Niederstimm direkt auf die dort stehenden Häuser zuführen wird. Mit dem geplanten Kreisel und den breit angelegten Auf- und Abfahrten rücke zum einen optisch ein riesiger Verkehrsknotenpunkt an den Ort heran. Zum anderen bringet er zusätzlichen Lärm durch die An- und Abfahrtsgeräusche unmittelbar vor die Haustür. "Gleiches gilt auch für die erste Häuserreihe in Oberstimm, welche durch die geänderte Ortszufahrt mit der geplanten Verbindungsstraße voraussichtlich stärker belastet wird. Da ist es fraglich, ob der versprochene Lärmschutz in diesen Bereichen überhaupt etwas bewirken kann", so Bauernfeind. Das werde einem erst einmal durch dieses Abstecken wirklich bewusst. Die abgesteckte Strecke kann derzeit besichtigt werden, so dass jeder Interessierte sich einen eigenen Eindruck von den geplanten Maßnahmen und deren Dimensionen machen kann.

DK