Schrobenhausen
Über Demenz informiert

Experten informierten im Krankenhause über das Thema Demenz

31.10.2016 | Stand 02.12.2020, 19:07 Uhr |

Schrobenhausen (oh) Die Klinik-Kompetenz-Bayern (KKB) veranstaltete eine gemeinsame Infowoche zum Thema Demenz. Darüber informierten in Vorträgen Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses Schrobenhausen und des Geriatriezentrums Neuburg.

Viele Angehörige nahmen das Angebot wahr. Tanja Thome, examinierte Krankenschwester, erklärte die verschiedenen Ansätze der aktivierend-therapeutischen Pflege. Es geht demnach darum, noch vorhandene Fähigkeiten der Betroffenen zu fördern und nach Möglichkeit zu erweitern. Zentrale Bedeutung haben dabei die Wahrnehmung und die Wahrnehmungslogik der Patienten. Ergotherapeutin Sandra Grimm erklärte typische Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz und gab Hilfen für die Angehörigen. Bei der Verständigung sei es zum Beispiel sehr wichtig, Blickkontakt zu halten, langsam und deutlich zu sprechen sowie kurze Sätze zu verwenden. Auch tierische Unterstützung kann im Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen wahre Wunder vollbringen. Im Geriatriezentrum Neuburg wird mit Therapiehunden gearbeitet. Sandra Grimm hatte zu ihrem Vortrag ihren Hund Theo mitgebracht. Sie demonstrierte den Zuhörern eindrucksvoll, wie umgänglich er ist. Robert Fischer, der im Sozialdienst des Kreiskrankenhauses tätig ist, erläuterte die Änderungen des Pflegestärkungsgesetzes II, das 2017 wirksam wird. Neben einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, der körperliche und psychische Einschränkungen gleichsetzt, gibt es dann eine neue Einstufung von bisher drei auf fünf Pflegegrade. Welche Rolle die Ernährung bei der Entwicklung einer Demenz haben kann, erläuterte Max Dienel. Der Oberarzt betonte, dass ein hoher Zuckerkonsum auch Auswirkungen auf die Denkleistungen hat und Fehlernährung somit zu Demenz führen kann.