Freystadt

TSV Freystadt peilt die nächsten Überraschungen an

Badminton-Bundesligist hofft am Wochenende in heimischer Halle die favorisierten Teams aus Bad Vilbel und Bonn ärgern zu können

04.10.2018 | Stand 02.12.2020, 15:32 Uhr
Nach überstandener Fußverletzung wieder dabei: Freystadts Doppelspezialistin Jenny Moore ist heiß auf ihren Einsatz. −Foto: Mehlich

Freystadt (HK) Nach dem Heimspielerfolg über Wipperfeld am Sonntag empfängt Badminton-Bundesligist TSV Freystadt am Wochenende zwei Teams, die beide das Erreichen der Playoffs als Saisonziel ausgegebenen haben.

Die Oberpfälzer sind Außenseiter, sehen aber Chancen, gegen beide Teams zu punkten. Am Samstag schlägt zunächst Fun-Ball Dortelweil aus Bad Vilbel in der Freystädter Mehrzweckhalle auf. Am Sonntag empfängt der TSV den BC Bonn-Beuel.

Dortelweil und Bonn haben zahlreiche deutsche und internationalen Topspieler im Kader und sind gegen den TSV Freystadt Favorit. In der vergangenen Saison setzte es für Freystadt gegen diese Teams nur Niederlagen. Trotzdem sind die Oberpfälzer nach ihrem guten Start mit fünf Pluspunkten aus den ersten drei Spielen optimistisch, zumal sie nahezu in Bestbesetzung antreten können. Spielertrainer und Ex-Vizeeuropameister Oliver Roth wird zum ersten Mal in der Saison dabei sein. Auch plant Freystadt mit dem Einsatz der englischen Doppelspezialisten Jenny Moore, die ihre Fußverletzung auskuriert hat und seit Wochenbeginn wieder im Training ist. Mit dabei ist auch Nationalspieler Johannes Pistorius, der seit dieser Woche wieder unter den Top 100 der Weltrangliste geführt wird, nachdem er im Sommer seinen Doppelpartner wechselte und auf Platz 400 abgerutscht war. Auch Neuzugang Kristin Kuuba ist wieder dabei. Die Nationalspielerin und mehrfache estnische Meisterin ist mit sechs Siegen in den bisher sechs Partien noch ungeschlagen und möchte auch am Wochenende ihre Erfolgsserie fortsetzen. Bei den Damen wird zudem Annabella Jäger nach ihren überzeugenden Auftritten in den bisherigen Bundeligabegegnungen ihren Einsatz bekommen. Freuen können sich die Zuschauer auf Freystadts Indonesier Fikri Hadmadi, der seine Einzel gegen Trittau, Neumünster und Wipperfeld gewann und gut in Form ist. Mit zum Kader am Wochenende gehören außerdem Hannes Gerberich, Florian Waffler und Stefanie Spies.

Im Samstagsspiel treffen mit Freystadt und Dortelweil zwei Teams aufeinander, die eine Art Dauerrivalität verbindet. Vor drei Jahren kämpfte man in der 2. Bundeliga Süd um den Aufstieg in die 1. Bundesliga - Freystadt setzte sich damals durch. In der vergangenen Saison ging es für beide Teams darum, die Relegation zu vermeiden - dieses Mal hatten die Hessen den besseren Ausgang für sich. Die Gäste haben sich für diese Saison viel vorgenommen. Mit gleich vier Neuverpflichtungen aus Russland, Malaysia, Dänemark und Bulgarien hoffen die Hessen, um die Playoff-Plätze mitspielen zu können. Im Herreneinzel spielen der Russe Vladimir Malkow, Platz 41 in der Welt, und der Bulgare Daniel Nikolov. Die Freystädter sind gespannt, ob Fikri Hadmadi und Hannes Gerberich gegen diese Topleute mithalten können. Mit dem Malaien Yogendran Krishnan und dem Ex-Nationalspieler Andreas Heinz warten auf die Freystädter in den Doppelkonkurrenzen sehr erfahrene Spieler. Auch Kristin Kuuba, Annabella Jäger und Jenny Moore stehen vor schweren Aufgaben gegen die beiden malaiischen Spielerinnen Yap Rui Chen und Yap Yee. Die letzte Begegnung endete 4:3 für Dortelweil. Jenny Moore war damals im Doppel und Mixed mit Johannes Pistorius erfolgreich.

Am Sonntag kommt mit dem BC Bonn-Beuel der Tabellenzweite nach Freystadt. Die Rheinländer sind so etwas wie ein Angstgegner für Freystadt. Bisher gab es immer hohe Niederlagen. Im Herreneinzel können die Bonner mit Spielern wie dem Malaien Goh Giap Chin, dem deutschen Meister Max Weißkirchen sowie Ex-Europameister Marc Zwiebler aus dem Vollen schöpfen. Auch im Herrendoppel wird es schwer. Hier spielen für Bonn die Engländer Briggs (Weltranglistenplatz 36) und Hamming (Silber bei der Jugend EM 2017) sowie Daniel Hess, Doppelpartner im Nationalteam von Johannes Pistorius.

Gute Chancen sieht Freystadt im Damenbereich, auch wenn man die Schweizerin Ronja Stern sowie das eingespielte Damendoppel Hannah Pohl/Lisa Kaminski nicht unterschätzen darf. Die beiden nahmen zudem schon bei der WM teil.

TSV Sportwart Tim Bambach rechnet in beiden Partien mit einem knappen Ausgang: "Vielleicht kommt uns die Regelung wieder entgegen, bei der der Verlierer bei einer 3:4-Niederlage mit einem Punkt belohnt wird. " Der TSV hofft auf viele Fans in der Mehrzweckhalle.