Geisenfeld

Tennisklub saniert Hallendach und Boden

Geschätzte Kosten liegen bei knapp 150 000 Euro – Stadträte bewilligen Finanzspritze

06.07.2014 | Stand 02.12.2020, 22:30 Uhr

Geisenfeld (kog) Rund 150 000 Euro wird der Tennisklub Geisenfeld noch heuer in die Sanierung des Daches und des Bodens seiner Tennishalle investieren. Die Arbeiten, für die der Geisenfelder Stadtrat jetzt einen Zuschuss von 10 000 Euro bewilligte, sollen im August und September über die Bühne gehen, teilt Georg Schultz als Chef der TV-Abteilung mit.

Wie es in dessen Antragsschreiben heißt, könnten die Arbeiten nicht mehr weiter aufgeschoben werden. Das derzeitige Dach aus Asbestwellplatten stamme aus dem Jahr 1979, als die erste Halle erbaut wurde, beziehungsweise aus dem Jahr 1987, in dem die Spielfläche mit dem Anbau der zweiten Halle erweitert wurde. Mittlerweile, so Schultz, sei das Dach an mehreren Stellen undicht. Durch das Einziehen einer Unterdecke habe man vor gut zehn Jahren eine provisorische Zwischenlösung geschaffen.

Was den derzeitigen Hallenboden angeht, so habe dieser ebenfalls seine maximale Lebensdauer von zehn Jahren bereits überschritten und müsse in der Ausführung als Nadelvlies-Veloursbelag erneuert werden, erläutert der Vorsitzende des Geisenfelder Tennisklubs. Die überfällige Erneuerung habe man im vergangenen Jahr bereits verschoben, da nur beide Sanierungsmaßnahmen zusammen – Hallendach und Boden – sinnvoll seien.

In dem Antrag an die Stadt erläutert Schultz auch das Finanzierungskonzept: Dieses sieht Eigenmittel der Abteilung in Höhe von 85 000 Euro, BLSV-Zuschüsse von 29 800 Euro, 2 200 Euro Darlehen und 4000 Euro Eigenleistung vor.

Den fehlenden Betrag von 10 000 Euro erbittet die Abteilung als Zuschuss der Stadt gemäß der Sportförderrichtlinien, heißt es im Antrag.

Weil diese Richtlinien eine Förderung von zehn Prozent der vom BLSV anerkannten Kosten vorsehen, wäre im konkreten Fall eigentlich ein Zuschuss von bis zu 15 000 Euro möglich, erläuterte in der Stadtratssitzung Bürgermeister Christian Staudter (USB). Allerdings habe das Ratsgremium schon vor etlichen Jahren die maximale Finanzspritze der Stadt auf 10 000 Euro festgesetzt.

Dieser Betrag sei „wirklich nicht zu viel verlangt“, erklärte in der Sitzung Edith Schultz (CSU), die Gattin des Antragsstellers, und sie verwies auf die „tolle Jugendarbeit“ der 320 Mitglieder zählenden Abteilung. Diese haben in den vergangenen Jahren die Anzahl der Kinder und Jugendlichen im Verein von 123 auf 145 steigern können. In den Anfängerübungsstunden nachmittags würden bis zu 30 Kinder betreut, erläuterte die Stadträtin.

Auch ohne deren Appell war die Sache für das Ratsgremium eindeutig. Es bewilligte die erbetenen 10 000 Euro ohne Gegenstimme.