Eichstätt
Startschuss für Modellversuch

Bayernweit einzigartige technisch-kaufmännische Doppelausbildung an der Berufsschule Eichstätt

16.09.2019 | Stand 02.12.2020, 13:03 Uhr
Landrat Anton Knapp begrüßte  die zwölf Schülerinnen und Schüler, die diesen Montag ihre technisch-kaufmännische Doppelausbildung an der Berufsschule Eichstätt begonnen haben. −Foto: Fiedler

Eichstätt (EK) "Sie sind echte Pioniere, dazu gratuliere ich Ihnen und wünsche Ihnen viel Erfolg, Neugier und Durchhaltevermögen." So begrüßte Landrat Anton Knapp die zwölf Schülerinnen und Schüler, die diesen Montag ihre technisch-kaufmännische Doppelausbildung an der Berufsschule Eichstätt begonnen haben. Auch er, so erinnerte sich Knapp, sei einmal in einer neugegründeten Schulart gestartet. Er freue sich mit Schulleiter Wendelin Ferstl über diese Bereicherung in der Beruflichen Bildung.

"Der Weg bis zum heutigen Tag war nicht immer leicht", so Schulleiter Wendelin Ferstl, "von der Idee zur technisch-kaufmännischen Doppelausbildung regionaler Betriebe bis zur Umsetzung heute". Ferstl dankte Landrat Knapp für die Unterstützung in diesem Modellversuch: "Was der Landkreis Eichstätt für die berufliche Bildung in Eichstätt leistet, verdient die Note 1 mit Stern." Besonders dankte der Schulleiter auch dem Leiter und Motor des Modellversuches, Stefan Plank: "Ohne seinen sprichwörtlich unermüdlichen Einsatz könnten wir heute sicherlich nicht starten."

Die Schüler kommen ab sofort für die Zeit ihrer vierjährigen Ausbildung im Rhythmus von etwa drei Wochen jeweils für eine Woche aus ganz Bayern nach Eichstätt, um den schulischen Teil ihrer Ausbildung zu absolvieren. Sie werden, je nach Betrieb, in einem technischen (Metallbau, Feinwerk- oder Industriemechanik) sowie parallel in einem kaufmännischen (Industriekaufmann/-frau oder Kaufmann/-frau für Büromanagement) Beruf ausgebildet. Es werden somit fünf unterschiedliche Berufskombinationen angeboten. Zukünftige betriebliche Einsatzfelder für die heute noch am Anfang ihrer Ausbildung stehenden jungen Menschen sind dort, wo kaufmännische und technische betriebliche Prozesse in hohem Maße miteinander verschränkt sind. Es zeigt sich, dass dieses Modell für die Betriebsnachfolge nach der Auffassung der Verantwortlichen sehr gut angenommen wird sowie für Schnittstellen in der Arbeitsvorbereitung oder Vertrieb. Ziel wird weiterhin bleiben, dieses Modell in die bayerischen Betriebe hineinzutragen und diese davon zu überzeugen, Fachkräfte aus den eigenen Reihen zu qualifizieren, die auf die betrieblichen Bedürfnisse zugeschnitten sind.